Ludwigshafen
Ludwigshafen: Stadtspitze kennt noch keine Pläne für neue BASF-Logistik
„Uns liegt noch kein Konzept der BASF vor“, sagte der kommissarische Baudezernent Andreas Schwarz (SPD) dem Bauausschuss am Montag. Wie BASF-Manager dem Ortsbeirat Oppau im Januar erläuterten, will der Chemiekonzern den gesamten Lkw-Verkehr künftig ausschließlich über das Tor 15 am Güterverkehrszentrum beim Gewerbegebiet Nachtweide abwickeln. Deswegen sollen ein vorhandener Parkplatz an der BASF-Kläranlage ausgebaut sowie zusätzliche Abfertigungsgebäude errichtet werden. Anfang 2022 soll die neue Lkw-Abfertigung in Betrieb gehen. Langfristig ist außerdem auf einer 100 Hektar großen Ackerfläche nördlich der Kläranlage ein neues Lager- und Logistikzentrum sowie eine Abfüllanlage geplant. Das Areal gehört dem Konzern und liegt auf Frankenthaler Gemarkung. Angedacht ist auch eine zusätzliche Straße als Direktverbindung zum Werk.
Masterplan noch 2020
Laut Dezernent Schwarz will die BASF den Städten Ludwigshafen und Frankenthal im Laufe des Jahres einen „Masterplan“ vorstellen und sich mit ihnen abstimmen. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) meinte, dass die BASF schon seit 2012 über eine Anlieferung für das Werk im Norden rede. Es werde noch Jahre dauern, bis das neue Logistikzentrum gebaut werde. Dafür seien ein Bebauungsplan und ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Entsprechende Verkehrsgutachten müssten dafür erstellt werden. Bevor über einen Ausbau des Lärmschutzes entlang der B 9 zwischen der Pfingstweide und Edigheim geredet werde, müsse erst einmal ein Konzept der BASF vorliegen.
Die Grünen hatten einen Sachstandsbericht der Verwaltung im Bauausschuss beantragt. Die FWG hatte zudem ein Lärmschutzkonzept für den Stadtnorden gefordert. Auch die Oppauer CDU hatte an die Stadt appelliert, sich frühzeitig auf die Entwicklung einzustellen.