Ludwigshafen Ludwigshafen schneidet schlecht ab

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Die Sparkasse Vorderpfalz verschenkt Geld: Insgesamt gingen 22.190 Euro an Schulen und Vereine in Ludwigshafen, Speyer, Schifferstadt und dem Rhein-Pfalz-Kreis. Seit 2014 spendet das Kreditinstitut jährlich fünf Euro für jedes absolvierte Jugendsportabzeichen.

Die Summen für insgesamt 4438 Jugendsportabzeichen im Geschäftsbereich waren ungleich verteilt. So gingen 1700 Euro an Schulen und Vereine in Ludwigshafen, das entspricht 340 Sportabzeichen. „Zu wenig“, meinte die Sportabzeichenbeauftragte Ulla Walther-Thiedig. „Die größte Stadt der Region hat die wenigsten Sportabzeichen.“ In Schifferstadt (221 Abzeichen/1105 Euro) und im Rhein-Pfalz-Kreis (910/4550 Euro) sah das im Verhältnis wesentlich besser aus. Den Vogel schoss wie immer Speyer ab (2967/14.835 Euro). Immerhin: Die Kindertagesstätte in der Mundenheimer Madenburgstraße erhielt für ein Sonderprojekt 1000 Euro aus dem Bundestopf der Sparkasse. Walther-Thiedig versteht das Desinteresse von Schulen und Vereinen in Ludwigshafen nicht: „Es ist ein relativ geringer Mehraufwand, mit dem man relativ viel bewegen kann.“ So besserte das Speyerer Edith-Stein-Gymnasium den Schulhaushalt um 4305 Euro auf, die zielgerichtet in Sportausstattung fließen. „Mit vielleicht 1000 Euro zusätzlich können sich Schulen und Vereine schon Wünsche erfüllen“, sagte Sparkassen-Vorstandsmitglied Elke Rottmüller. „Dabei hängt es oft an einem einzigen engagierten Lehrer, der die Sache in die Hand nimmt“, bedauerte Walther-Thiedig. Hans Koob, Sportabzeichenbeauftragter des Rhein-Pfalz-Kreises, nannte ein einfaches Beispiel: „Im Vorjahr hatte das große Schifferstadter Gymnasium kein einziges Sportabzeichen gemeldet. Jetzt kam ein Pädagoge an die Schule, der das Sportabzeichen kennt. Der hat ein paar Klassen durchkämmt und schon waren es 133 Abzeichen, und es ist noch Luft nach oben.“ Das gilt auch für 2016. Ab dem 1. September können sich Schulen und Vereine für die aktuelle Sportabzeichensaison registrieren lassen, erläuterte Sparkassen-Vorstandsmitglied Clemens G. Schnell. Walter Benz hofft als Vizepräsident Breitensport des Sportbundes Pfalz darauf, „dass im nächsten Jahr die drei als erste Zahl der Spendensumme steht“. |env

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