Ludwigshafen Ludwigshafen: Produkt aus BASF-Kläranlage in Rhein ausgetreten

Ein Blick auf die BASF-Kläranlage. Foto: BASF
Ein Blick auf die BASF-Kläranlage.

Im Auslauf der BASF-Kläranlage werden seit dem 25. Februar erhöhte Werte des schwach wassergefährdenden Stoffs Trimethylcyclohexylammoniumhydroxid gemessen. Das Produkt gelangt also in den Rhein. Laut einem Unternehmenssprecher gehört es zur Gruppe der Ammoniumsalze, die zum Beispiel in Weichspülern eingesetzt werden oder im Haarshampoo als Antistatika. Bereits am 27. Februar hatte die BASF den Austritt den Behörden gemeldet. Außerdem sei der Einfluss aus dem Kanalsystem der BASF in die Kläranlage direkt gestoppt worden nachdem die erhöhten Konzentrationen festgestellt wurden, so der Sprecher.

„Keine Gefährdung für Wasserorganismen“



Der Produktaustritt führe nicht zu einer Wasserverfärbung. Außerdem sei „aufgrund der geringen ausgetretenen Mengen und der Verdünnung im Rhein nicht von einer Gefährdung von Wasserorganismen auszugehen“, heißt es von der BASF. Über einen Zeitraum von 96 Stunden sind laut dem Chemiekonzern 716 Kilogramm des Stoffes ausgetreten. Der Chemiekonzern habe erst heute über den Vorfall informiert, weil erst jetzt ein bestimmter Grenzwert erreicht sei, der eine Information der Rheinanlieger nach sich zieht.

Ursache für erhöhte Werte nicht bekannt



Auch wenn das Produkt laut BASF-Sprecher nun nicht mehr in die Kläranlage gelangen kann, könnten noch kleinere Mengen davon in den Rhein austreten. Trimethylcyclohexylammoniumhydroxid ist im Sicherheitsdatenblatt laut BASF gekennzeichnet mit „kann gegenüber Metallen korrosiv sein“, „gesundheitsschädlich bei Verschlucken“, „verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden“. Die Ursache für die erhöhten Werte steht laut BASF noch nicht fest.

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