Ludwigshafen Ludwigshafen: Polizei bekommt Stromstoß-Pistolen
Die Streifenbeamten der Polizei in Ludwigshafen sollen mit Stromstoß-Pistolen ausgerüstet werden. Für die beiden Inspektionen in Süd und in Oppau soll es zunächst je drei Elektroschock-Waffen geben. Die Geräte aus den USA sollen Verletzungen bei Polizisten und auch Angreifern vermeiden helfen. Die Anzahl der Polizeibeamten, die nach Einsätzen medizinisch behandelt werden müssen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. 2017 verzeichnet die Kriminalitätsstatistik des Polizeipräsidiums 21 Fälle. Gegenüber 2012 hat sich die Anzahl der Fälle nahezu verdoppelt. Als Reaktion auf die zunehmende Gewalt gegen Polizisten sind ab 2016 Bodycams (Körperkameras) eingeführt worden, um gewaltbereite Menschen abzuschrecken. Nun kommen Elektroschocker dazu, um gewalttätige und aggressive Personen außer Gefecht zu setzen – damit sollen für beide Seiten Verletzungen vermieden werden. Der Einsatz der Taser bei einem Pilotprojekt in Trier ist wissenschaftlich begleitet worden: Die Betroffenen wurden unmittelbar im Anschluss nach einem Stromstoß medizinisch begutachtet. In keinem Fall konnten medizinische Auffälligkeiten festgestellt werden.