Ludwigshafen
Ludwigshafen: Lösung im Oppauer Kerweplatz-Streit in Sicht
In der Debatte über den Kerweplatz in Oppau zeichnet sich eine Lösung ab. Offenbar ist die Supermarktkette Lidl bereit, ihre Erweiterung so zu planen, dass auf dem Parkplatz weiterhin das viertägige Dorffest gefeiert werden kann. Das hat Ortsvorsteher Frank Meier (SPD) dem Ortsbeirat am Dienstagabend berichtet.
Nun sollen „Sondierungsgespräche“ stattfinden, wie Meier sagt. Am Tisch sollen neben dem Ortsvorsteher und Lidl-Vertretern auch die Arge Oppau sowie die Schausteller sitzen. Doch bis die Gespräche starten können, wird es noch dauern. Denn Arge-Vorsitzender Hubert Eisenhauer (79) hat nach 15 Jahren an der Spitze der Oppauer Vereine seinen Rückzug angekündigt und will, dass die Kerweplatzfrage von seinem Nachfolger mitentschieden wird. Der soll im April gewählt werden.
Wenn Grundsatzfragen wie die Rettungswege sowie der Aufbau der Stände, Fahrgeschäfte und des Vereinsdorfs geklärt sind, dann sollen in einem nächsten Schritt auch die Ortsbeiratsfraktionen miteingebunden werden, kündigte Ortsvorsteher Meier an. Helge Moritz (FWG) hatte zuvor angemahnt, dass die Fraktionen einbezogen werden sollten.
Umzugspläne sorgten für Ärger
Wie mehrfach berichtet, will Lidl seinen Supermarkt am Oppauer Ortsrand erweitern und braucht dafür Gelände. In der ursprünglichen Planung hätte es an Raum für die Kerwe gefehlt, die bisher auf dem Lidl-Parkplatz stattfindet. Daraufhin wurde nach einem anderen Platz für das Fest gesucht. Im Gespräch waren ein Umzug der Kerwe vor das Bürgerhaus oder auf eine Ackerfläche hinter der Umgehungsstraße am Oppauer Park. Dort war zeitweise vom Bau eines Parkplatzes durch die BASF die Rede, der auch als Kerweplatz hätte genutzt werden können. Dagegen regte sich massiver Protest aus der Bürgerschaft und es gab eine Unterschriftenaktion. Auch eine Rückkehr der Kerwe ans Bürgerhaus stieß auf Anwohnerproteste. Daher wurden diese beiden Pläne begraben. Der neue Ortsvorsteher Meier setzte sich mit Lidl in Verbindung, um eine Lösung am, bisherigen Standort hinzubekommen – offenbar mit Erfolg.