Ludwigshafen Ludwigshafen: Historiker gibt Einblicke in Baugeschichte der Arbeiterviertel

Die BASF baute vor ihren Toren für ihre Arbeiter eine Werksiedlung.
Die BASF baute vor ihren Toren für ihre Arbeiter eine Werksiedlung.

Der Historiker Klaus J. Becker vom Stadtarchiv referiert beim Erzählcafé in der Apostelkirche im Hemshof am Dienstag über das Thema „Sozialer Wohnungsbau in Ludwigshafen seit der Werkskolonie der BASF“. Mit dem Beginn der Industriellen Revolution erfolgte ein ungehemmter Zuzug von Arbeitssuchenden in die Industriestädte. Es entstanden sogenannte Arbeiterviertel, beispielhaft in Ludwigshafen ist dafür der Hemshof. Um Fabrikarbeiter an Unternehmen anzubinden, entstand das Konzept der Arbeitersiedlung. Das Werkswohnungsangebot war eine zusätzliche Komponente, um Mitarbeiter und deren Familien fest ans Unternehmen zu binden. Ab 1872 begann die BASF eine eigene Arbeitersiedlung unmittelbar vor dem Werkstor zu errichten . Diese Entwicklung wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen und vom kommunalen Wohnungsbau abgelöst, da die neue Demokratie in modernen und günstigen Wohnraum investierte. Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg war nach 1945 ein Neubeginn notwendig, der einen ersten Abschluss mit der Pfingstweide fand. Der Vortrag beginnt um 15.30 Uhr im Steinbrennersaal im Gemeindehaus der Apostelkirche, Rohrlachstraße 68. Danach gibt’s Kaffee und Kuchen.

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