Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Ludwigshafen: Grundwassersanierung in Maudach läuft ohne Probleme

Blick in die Sanierungsanlage in Maudach.
Blick in die Sanierungsanlage in Maudach.

Die Anlage zur Grundwassersanierung in Maudach funktioniert wie geplant. Das hat der Ortsbeirat am Donnerstagabend von der Verwaltung erfahren. Nun wollen die Kommunalpolitiker auch Einblick in die Messwerte.

Seit Sommer 2019 werden pro Stunde bis zu 18.000 Liter Grundwasser am Maudacher Gewerbegebiet abgeschöpft und gereinigt. 6,2 Millionen Euro haben Stadt und BASF in die Anlage investiert. Durch sie soll sichergestellt werden, dass keine Schadstoffe im Trinkwasser landen.

Hintergrund: An der Frigenstraße betrieb die BASF von 1955 bis 1966 eine Deponie. 780.000 Kubikmeter Abfälle wurden hier vergraben. Da die Stadt das Gelände 1959 gekauft hat, waren Kommune und Konzern gemeinsam in der Pflicht, die Grundwassersanierung anzugehen. Denn vor wenigen Jahren war festgestellt worden, dass mit Schadstoffen belastetes Grundwasser ganz langsam Richtung Maudacher Bruch fließt. Hier betreiben die Technischen Werke (TWL) 16 Brunnen zur Trinkwassergewinnung. Die TWL haben ebenfalls einen Millionenbetrag investiert, um drei Brunnen in Abwehrbrunnen (mit ihnen kann belastetes Grundwasser abgeschöpft werden) umzuwandeln und vier neue Brunnen zu bauen.

Ergebnisse erscheinen mit Kommentar

Das Anlage von Stadt und BASF wird mindestens zehn Jahre in Betrieb sein und pro Jahr 350.000 Euro an laufenden Kosten verursachen. Im August konnten sich Bürger und Ortsbeiräte die Anlage ansehen. Nun haben sich alle im Gremium vertretenen Parteien – CDU, SPD und Grüne – nach dem aktuellen Stand erkundigt. Zudem forderten SPD und Grüne die Veröffentlichung der Messergebnisse. „Es ist wichtig, diese Daten für alle zugänglich zu machen“, meinte Michael Keßler (Grüne). Christian Saal (SPD) ergänzte, dass es genüge, pro Jahr „ein- oder zweimal neue Daten“ zu bekommen.

Die Stadt wird diesen Wunsch erfüllen. Da das Grundwasser sehr langsam fließe, dürfe man aber nicht auf „kurzfristige Effekte“ hoffen. Die Verwaltung möchte die Messdaten aber nicht kommentarlos zur Verfügung stellen, sondern will sie künftig auf der städtischen Homepage (www.ludwigshafen.de) mit „gutachterlichen Aussagen“ präsentieren. Erhoben werden solche Daten zweimal im Jahr. Im Frühjahr sei es zum ersten Mal soweit. Auf CDU-Nachfrage informierte die Verwaltung, dass es an der Anlage bisher „keine unerwarteten Ausfälle“ gegeben habe.

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