Ludwigshafen
Ludwigshafen: Ermittlungen zu Missbrauchsvorwürfen in Kita laufen weiter
Hat ein Erzieher in einer protestantischen Kindertagesstätte in Ludwigshafen ein Kind oder sogar mehrere Mädchen und Jungen aus der Einrichtung missbraucht? Diese Frage beschäftigt Polizei und Staatsanwaltschaft Frankenthal seit vergangenen Sommer. Die Ermittlungen in dem Fall sind nach Angaben des Leitenden Staatsanwalts Hubert Ströber noch nicht abgeschlossen.
Die im Raum stehenden Vorfälle sollen sich vor den vergangenen Sommerferien ereignet haben. Betroffen ist eine protestantische Kindertagesstätte mit über 130 Kindern. Auch Mädchen und Jungen im Alter von unter drei Jahren werden in der Einrichtung betreut. 18 Erzieherinnen und Erzieher sind dort beschäftigt.
Die Kita hatte die Eltern Anfang Juli zu einer außerordentlichen Versammlung eingeladen. Dabei wurden die Mütter und Väter über die Vorwürfe und das Vorgehen des Kita-Trägers in der Angelegenheit informiert.
Erzieher wurde freigestellt
Die Mutter eines betroffenen Kindes und die Leitung des Kita-Trägers hatten wegen der Vorfälle gemeinsam Anzeige gegen den Erzieher erstattet, der Mann wurde freigestellt. Der Sprecher der evangelischen Landeskirche hatte nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe betont, dass der Kita-Träger die Ermittlungsbehörden in solchen Fällen grundsätzlich beim geringsten Tatverdacht einschalte und dass die beschuldigte Person sofort freigestellt werde. „Die ermittelnden Behörden haben unsere volle Unterstützung.“