Ludwigshafen
Ludwigshafen: Öffnung des Posttunnels zieht sich weiter hin
Die Vorplanung für eine Öffnung des Posttunnels zwischen dem Ludwigshafener Hauptbahnhof und dem Hochschul-Campus an der Ernst-Boehe-Straße (Mundenheim) läuft. Das geht aus einer Anfrage der Grünen im Landtag an das Landesverkehrsministerium hervor.
Demnach stehen mehrere Gutachten zum Brandschutz, der Lüftung und dem Baugrund kurz vor dem Abschluss, und dann soll der Entwurf für die neugestaltete Unterführung angegangen werden. Ferner sollen auch Gespräche zwischen dem für den Hauptbahnhof zuständigen Bahn-Tochterunternehmen und dem Eisenbahnbundesamt über ein Planrechtsverfahren beginnen, um eine Nutzungsänderung für den Posttunnel zu erwirken. Zwischen der Stadtverwaltung und der Deutschen Bahn gebe es regelmäßige Planungsbesprechungen. Die Projektpartner würden das Verkehrsministerium über den Planungsstand informieren. Der Umbau des Tunnels sei grundsätzlich förderfähig, heißt es weiter in der Antwort auf die Anfrage von grünen Fraktionschef Bernhard Braun, der in Ludwigshafen wohnt.
Über die Öffnung des Posttunnels für Fußgänger und Radler wird seit fast 20 Jahren diskutiert. Würde die Unterführung eines Tages geöffnet werden, müssten Studenten der Hochschule, Berufsschüler und Angestellte der Technologiemeile nicht mehr jeden Tag einen Umweg auf sich nehmen. Umbau und Öffnung der Unterführung wurden in der Vergangenheit schon mehrfach angekündigt, aber sämtliche Termine sind verstrichen. Die Stadt hat Gelände gekauft, um den Zugang zu sichern und als Zwischennutzung an die Hochschule verpachtet. Das Plangenehmigungsverfahren ist jedoch Sache der Deutschen Bahn, die Eigentümerin des Tunnels ist.
Öffnung dauert noch Jahre
Im März ging die Bahn davon aus, dass die Öffnung frühestens 2023 erfolgen kann. Hochschul-Präsident Peter Mudra beschwerte sich über die Verzögerungen. Die Bahn hatte darauf verwiesen, dass der Tunnel nicht einfach wieder geöffnet werden könne, sondern an die heute geltenden Regelwerke angepasst werden und somit wie ein neues Bauwerk beplant werden müsse. Außerdem müsse das Eisenbahn-Bundesamt das Vorhaben planungsrechtlich genehmigen.
In dem Zusammenhang stellte die Bahn auch eine Sanierung des Hauptbahnhofs in Aussicht: Die Anlagen müssten grundlegend geändert werden. „Aktuell sehen wir eine Sanierung der beiden Hochbahnsteige noch vor der Freigabe des Posttunnels vor“, hieß es damals.