Handball
Locker aufgespielt
„Den Klassenverbleib hatten die Drittligisten in der Vorwoche klargemacht. Günzburg stand als Absteiger fest. Entsprechend locker spielten beide auf.Diese Saison hat bei vielen Spuren hinterlassen“, sagte HSG-Trainer Gabriel Schmiedt. Es war schließlich eine Saison in drei Teilen. Begonnen unter Trainer Björn Friedrich, der nach zehn Spielen gehen musste, im zweiten Abschnitt unter Matthias Polifka, der von Mitte Oktober bis Mitte Januar das Zepter in der Hand hielt aber die Negativentwicklung nicht stoppe.
Dann übernahm Schmiedt, der zunächst einmal einen Coronaausbruch im Kader verzeichnete, unter dem die Mannschaft auf den letzten Platz rutschte. „Es ist nie einfach, als neuer Trainer in eine Mannschaft zu kommen.“ Sein Vorteil sei es gewesen, dass er den Kader zuvor schon als Co-Trainer erlebte: „Wir haben die restlichen Spiele der Hauptrunde als Vorbereitung auf die Abstiegsrunde betrachtet.“
Fünf Siege
Mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage gelang der unerwartet souveräne Klassenerhalt. Sieg Nummer fünf gegen Günzburg war schon ohne Bedeutung. Entsprechend sah der Kader der Spielgemeinschaft aus, entsprechend die Anteile verteilt. Marvin Gerdon fehlte mit einem Mittelhandbruch, Niko Sorda und Marc-Robin Eisel wurden für ihren Einsatz im Abstiegskampf der Friesenheimer Eulen geschont.
Dafür standen jede Menge Akteure aus der Pfalzligamannschaft, nominell dritte Mannschaft der HSG, im Kader. Mihailo Ilic, Jan-Philipp Winkler, Malte Dorra, Patrick Friedmann und Jonas Böckly erhielten nicht nur Spielzeit, sondern sollen jetzt auch fest zum HSG-Kader gehören.
In dem gibt es reichlich Platz, denn gleich neun Akteure wurden nach der Partie verabschiedet. Einige wie Manel Cirac und Steffen Dietz gingen in den Handball-Ruhestand, Cirac verabschiedete sich mit drei Treffern.
Vorrang Studium
Andere, wie Leonnard Pfeil (1), und der nicht im Kader stehende Dominik Lenz, nehmen eine Auszeit, konzentrieren sich auf das Studium oder gönnen, wie Pfeil, ihrem Körper nach zahlreichen Verletzungen eine Pause. Jan Waldgenbach, Dymal Kernaja, Emanuel Novo, Stefan Corazolla und Leon Hoblaj wechseln den Verein, erhielten, so einsatzfähig, noch einmal Gelegenheit, sich zu präsentieren.
„Wir haben uns aus einer Runde verabschiedet, die Höhen und Tiefen hatte“, sagte Schmiedt. Er war dankbar, dass es ein so entspannter Samstagabend war und freut sich nun auf die nächste Aufgabe: „Nächstes Jahr kämpfen wir wieder um den Klassenerhalt.“ Zwar sind die Kaderplanungen noch nicht abgeschlossen, aber fest steht, dass es ein junger Kader sein wird. Bange ist ihm davor nicht, denn gerade die Abstiegsrunde habe bewiesen, was über mannschaftliche Geschlossenheit erreicht werden kann: „Wenn man gemeinsam für eine Aufgabe bereit ist, dann ist alles möglich!“