Ludwigshafen Liste für die Stadtratswahl geplant

Timo Weber ist neuer Vorsitzender des AfD-Kreisverbands Ludwigshafen. Der 40-Jährige ist am Samstag einstimmig für zwei Jahre gewählt worden und soll die Partei auf die Kommunalwahl im Mai vorbereiten.
Die Alternative für Deutschland (AfD) wolle auf jeden Fall eine Liste für den Stadtrat aufstellen. Das kündigte Weber nach seiner Wahl im Gespräch mit der RHEINPFALZ an. Die Kandidatenliste soll samt Kommunalwahlprogramm bei einer Mitgliederversammlung in den kommenden Monaten vorgestellt werden. Ob die AfD auch bei den Ortsbeirats- und Ortsvorsteherwahlen antritt, ließ Weber offen. „Wir müssen abwarten, ob und, wenn ja, bei wie vielen Ortsbeiräten wir antreten. Das ist eine Personalfrage“, meinte Weber. Bei der Vorstellung vor den Mitgliedern hatte der selbstständige Informatiker gesagt, dass er der Partei seit zwei Jahren angehört. Die Vorfälle in der Silvernacht in Köln hätten ihn dazu motiviert, „aktiv zu werden“. Für ihn sei die AfD die „richtige Partei, um etwas zu ändern“. Aktuell zählt die Ludwigshafener AfD 86 Mitglieder. „Wir hoffen, bald die 100er-Marke knacken zu können“, sagte Joachim Klingmann (56). Die Entwicklung sei erfreulich: Vor zwei Jahren habe die AfD 50 Mitglieder gehabt. Klingmann hatte den Kreisverband nach dem Rücktritt von Timo Böhme (55) vor einem Jahr kommissarisch geführt. Böhme sagte am Samstag auch vor den 16 zur Versammlung erschienenen Mitglieder, dass er sich auf sein Landtagsmandat konzentrieren wolle und die Partei personell breit aufgestellt sein müsse, um bei Wahlen erfolgreich zu sein. Klingmann sah die vergangenen zwei Jahre als erfolgreich an. Die AfD habe 2017 bei der Oberbürgermeisterwahl und bei der Bundestagswahl gut abgeschnitten. Hauptziel sei, Präsenz zu zeigen und für Bürger ansprechbar zu sein. „Deshalb machen wir jeden ersten Samstag im Monat einen Infostand am Rathausplatz und bieten regelmäßig Stammtische an“, berichtete Klingmann. Er dankte den Mitarbeitern für das Engagement bei den Wahlkämpfen: „Wir haben unter anderem 180.000 Flyer verteilt.“ Ärgerlich sei gewesen, dass 1000 Wahlplakate „zerstört und runtergerissen wurden“. Laut dem Kassenbericht hat die AfD zwischen 1. Dezember 2016 und Mitte August 2018 25.427 Euro an Spenden eingenommen, insgesamt lagen die Einnahmen (einschließlich der Zuschüsse vom Landesverband) bei 38.368 Euro. Ausgegeben wurden 39.367 Euro – 20.532 Euro davon im Oberbürgermeisterwahlkampf. Der Kreisverband muss in den nächsten Wochen erneut tagen, um eine neue Satzung zu beschließen. Dieser Tagesordnungspunkt war bei der Sitzung am Samstag wegen eines Formfehlers verschoben worden: Die Rundmail mit dem neuen Satzungsentwurf war offenbar nicht bei allen Parteimitgliedern angekommen. Der Vorstand Vorsitzender: Timo Weber; Stellvertretende Vorsitzende: Joachim Klingmann und Manfred Hartinger; Schatzmeisterin: Gabi Pfaffmann; Schriftführer: Johannes Thiedig; Beisitzer: Timo Böhme, Heidi Pfaffmann und Pascal Bähr.