Ludwigshafen Lipoid-Neubau: Mehr Klimaschutzdenken gefordert
Der Umweltverband BUND, Kreisgruppe Ludwigshafen, regt an, bei der geplanten Erweiterung des Lipoid-Firmengeländes in Maudach in der Planung Umwelt- und Klimaschutzschutzaspekte stärker zu berücksichtigen. Hintergrund: Der Pharmazulieferer, der in Ludwigshafen Phospholipide herstellt, die auch in den mRNA-Impfstoffen von Biontech eingesetzt werden, will sich vergrößern und plant auf seinem Grundstück die Errichtung eines rund 23 Meter hohen Regallagers. Weil ein Gebäude dieser Höhe vom bisherigen Bebauungsplan aber nicht abgedeckt ist, müssen die städtischen Gremien sich mit den Erweiterungsplänen befassen, zu denen wohl im kommenden Jahr die Gutachten erstellt werden. Generell begrüßen die Naturschützer vom BUND, dass Lipoid einen wichtigen Beitrag zur Herstellung von Corona-Impfstoffen leiste und hochwertige Arbeitsplätze in Ludwigshafen geschaffen habe. Auch die Berücksichtigung der veränderten Abhängigkeits- und Liefersituation mit der einhergehenden Möglichkeit, CO2 einzusparen, sei in ihrem Interesse.
Trotzdem sagen die Naturschützer: „Die 23,50 Meter Höhe des Gebäudes in einer Belüftungsschneise der Stadt tun richtig weh.“ Kritisch sehen sie zudem, dass Lipoid angekündigt hat, das Hochregallager auf der -1 Ebene zu starten. Ein „Tiefbau von vier Metern im Wasser Einzugsgebiet des Maudacher Bruchs“, wie es die BUND-Vertreter formulieren, die durchaus anerkennen, dass durch das Bauen in die Höhe auch weniger Fläche gebraucht würde. Trotzdem bringt der BUND unter anderem ins Spiel, dass Lipoid im Zuge seines Bauvorhabens Parkplatzflächen in der Stadt entsiegeln lassen könnte – in der Größenordnung des geplanten Firmengeländes. „Es bleibt zu hoffen, dass bei den Genehmigungen der Stadt die Natur Vorrang gegenüber Versiegelungsplänen hat“, so der BUND in seiner Mitteilung.