Ludwigshafen Linksjugend: Reifenberg soll zurücktreten, CDU empört

Cornelia Reifenberg.
Cornelia Reifenberg.

Die Linksjugend unterstützt die Forderung der Jusos und verlangt ebenfalls den Rücktritt von Bürgermeisterin und Kulturdezernentin Cornelia Reifenberg (CDU) wegen ihrer Rolle bei der Premiere des Blies-Festivals im September 2021. Die Linksjugend spricht in diesem Zusammenhang von „dubiosen Verstrickungen in die Organisation“ des Festivals, an der auch Reifenbergs Sohn beteiligt war.

Vorgänge werden „vertuscht“

Die Jusos hatten Reifenberg mangelnden Aufklärungswillen vorgeworfen. Der komplette Stadtvorstand und auch die SPD distanzierten sich von den Rücktrittsforderungen, die CDU nannte sie „absurd“. Die Linksjugend betont, dass sie nicht das Festival an sich kritisiere, sondern den zweifelhaften Umgang Reifenbergs mit städtischen Fördergeldern. Die wahren Vorgänge würden „vertuscht“, sagt Linksjugend-Sprecher Jonah Helfert. Die für Spätsommer geplante zweite Festivalausgabe sollte als Sprungbrett für lokale DJs und Künstler genutzt und die Natur an der Großen Blies geschützt werden, so Helfert.

So reagiert die CDU

Die Forderung der Linksjugend mache sprachlos, entgegnet Peter Uebel als Fraktionschef der CDU im Stadtrat. Nach Reifenbergs Entschuldigung sei die Angelegenheit abgeschlossen gewesen. Das sei auch der Nachwuchsorganisation der Linken bekannt. Insofern seien die Vorwürfe völlig daneben, mittlerweile ein Versuch von Rufmord und eine Charakterfrage. Die strafrechtliche Relevanz dieser Unterstellungen werde die CDU prüfen lassen, kündigte er am Montag an.

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