Ludwigshafen Linke in LU solidarisiert sich mit Sahra Wagenknecht
Die Linken in Ludwigshafen solidarisieren sich nach den Worten ihres Kreisvorsitzenden Jan Mohammad geschlossen mit ihrer umstrittenen Galionsfigur Sahra Wagenknecht. Nach jahrelangem Mobbing, zahlreichen gescheiterten Ausschlussversuchen und einer beispiellosen Hetzjagd gegen die 54-jährige Bundespolitikerin habe der Parteivorstand zuletzt einen Beschluss gefasst, der der Spaltung der Partei endgültig den Weg ebne. In dem Beschluss heißt es, dass die Zukunft der Partei eine Zukunft ohne Wagenknecht sei. Sie sei zudem aufgefordert worden, das ihr vom Volk verliehene Bundestagsmandat abzugeben. Dabei offenbare sich ein verqueres Demokratieverständnis, wonach der Partei die absolute Kontrolle über jedes auf ihrer Liste errungene Mandat zugestanden werde, so Mohammad. „Wir als Linke haben an uns selbst den Anspruch, Konflikte gut zu analysieren und deren Vorgeschichte dabei immer mit einzubeziehen. Bei diesem Beschluss ist das nicht der Fall. Dem Parteivorstand muss bewusst sein, dass er damit nicht nur viele treue Mitglieder vor den Kopf stößt, sondern eine Spaltung der Partei forciert. Anstatt sich mit den Wünschen und Sorgen der Wähler auseinanderzusetzen, ist ein Teil der Partei seit Jahren nur noch mit Personalfragen beschäftigt“, kritisiert der 36-Jährige.
„Einer Partei unwürdig“
Wie schon die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Amira Mohammad Ali, erklärt habe, sei dieser Beschluss ein großer Fehler und einer Partei unwürdig, die sich Solidarität und Pluralität auf die Fahnen schreibe. „Wir schließen uns ausdrücklich den zahlreichen Solidaritätsbekundungen vieler anderer Kreisverbände, wie beispielsweise Hildesheim, Oldenburg und Emden, an und distanzieren uns vom Beschluss des Parteivorstands“, bilanziert Mohammad. Der Linken-Kreisverband in Ludwigshafen hat rund 90 Mitglieder.