Ludwigshafen Liga fordert Meldestelle für Wohnungssuchende

Arbeiterwohlfahrt (Awo), Caritas, Diakonie und Parität fordern gemeinsam eine Stelle bei der Stadt, bei der sich alle melden können, die eine bezahlbare Wohnung suchen, erklären die Sprecher des Dachverbands Liga, Beate Czodrowski (Caritas), Petra Michael (Diakonie) und Holger Scharff (Awo, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband).
„In unseren Verbänden stellen wir bei der Beratung immer wieder fest, dass die Menschen bezahlbaren Wohnraum suchen. Dabei handelt es sich nicht nur um Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch um deutsche Bürger oder natürlich aktuell um anerkannte Asylbewerber“, erklären die Liga-Sprecher. Nach ihrem Kenntnisstand würden Wartelisten auf eine Wohnung bei den Wohnungsunternehmen sehr unterschiedlich geführt. Daraus gehe nicht klar und deutlich hervor, wie hoch der Wohnungsbedarf in Ludwigshafen tatsächlich sei. Für die Planung und den Bau von neuen bezahlbaren Wohnungen sei es indes wichtig zu wissen, wie hoch dieser Bedarf ist. Es sei kein hinnehmbarer Zustand in der Stadt, dass Zuzüge von außerhalb nach Ludwigshafen nur sehr erschwert möglich sind. Auch Sozialhilfeempfänger oder Hartz IV-Bezieher hätten ein Recht auf freie Wohnungswahl. Auch diese Menschen sollten die Möglichkeit haben, sich wohnungssuchend zu melden. „Die Verwaltung sollte daher schnellstmöglich eine Stelle schaffen, bei denen sich die Wohnungssuchende melden können und auch auf eine Warteliste kommen, die abgearbeitet wird, wenn die Wohnungen zur Verfügung stehen“, so die Liga-Sprecher. Die Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz besteht seit 1950. Sie ist eine freiwillige, dem Gemeinwohl verpflichtete und pluralistisch zusammengesetzte Arbeitsgemeinschaft der Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Diakonie, des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands und des Deutschen Roten Kreuzes. |ier