Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Leon Hoblaj: 20 Minuten Einsatzzeit im Eulen-Tor gegen Ferndorf

Rückhalt zwischen den Pfosten bei den Eulen und der HSG Ludwigshafen-Hochdorf: Leon Hoblaj.
Rückhalt zwischen den Pfosten bei den Eulen und der HSG Ludwigshafen-Hochdorf: Leon Hoblaj.

Nach dem Ausfall von Stammtorwart Matej Asanin rückte der junge Leon Hoblaj mal wieder in den Bundesliga-Kader der Eulen Ludwigshafen. Knapp 20 Minuten durfte das 22-jährige Eigengewächs beim 27:27 (11:14) gegen Schlusslicht TuS Ferndorf auf das Parkett.

„Ja, wir haben uns im Heimspiel gegen Ferndorf natürlich mehr ausgerechnet. 27 Gegentore sind schon recht viel. Und am Ende hatten wir noch Glück, den einen Punkt überhaupt zu holen“, bilanzierte Hoblaj das dritte Unentschieden der Saison. Nach 22 Minuten löste Leon Hoblaj Žiga Urbi im Eulen-Tor ab. Er kam gut ins Spiel und parierte gleich zwei Bälle. In der 42. Minute kam Urbi wieder in das Tor zurück. Zu der Zeit stand es 20:16 für die Gäste. Die Bilanz vom Nachwuchsmann mit fünf Paraden ist in Ordnung. Das sah auch Trainer Ceven Klatt so. „Über einen Dreher habe ich mich geärgert. Das hätte nicht sein müssen. Ich freue mich über jede Einsatzminute“, sagte der Torwart.

Zweite Liga statt Dansenberg

Hoblaj ist gebürtiger Ludwigshafener und spielt bei den Friesenheimern wie auch Rechtsaußen Alexander Falk seit der Jugend. Momentan besitzt der Student für Agrarwissenschaften (siebtes Semester) in Stuttgart-Hohenheim ein Doppelspielrecht mit dem neuformierten Drittligisten HSG Friesenheim-Hochdorf. Ohne das Fehlen von Asanin hätte Hoblaj am Samstagabend das Tor mit dem ehemaligen Eulen-Torwart Roko Peribonio im Pfalzderby bei TuS Dansenberg gehütet.

„Ich will lernen und mich immer weiter entwickeln. Die Kombination HSG und dritter Torwart bei den Eulen ist für mich ideal. Ich versuche, mir von den erfahrenen Torleuten überall etwas abzuschauen. Wo ich gerade gebraucht werde, stelle ich mich voll in den Dienst der Mannschaft“, richtet der ehrgeizige Hoblaj seinen Blick nach vorne.

In Matej Asanin, Žiga Urbi und Roko Perbionio hat der junge Mann, der sowohl einen deutschen als auch einen kroatischen Pass besitzt, gute Vorbilder. In der letzten Saison konnte Hoblaj auch viele wertvolle Tricks von der slowenischen Torwart-Legende Gorazd Skof erlernen. Diese Erfahrung hat er gerne für seine noch junge Karriere mitgenommen. Zu „Skoffi“ hat Leon immer noch einen sehr guten Draht. „Als Gorazd sich vor kurzem einer Knieoperation in Ludwigshafen unterzog, hat er noch ein paar Tage bei uns in der Familie verbracht. Da ist eine Freundschaft über den Handball hinaus entstanden“, berichtet Leon Hoblaj.

„Positive Grundeinstellung“

Für den neuen Eulen-Trainer Ceven Klatt spielt der 1,90 Meter große Torwart eine wichtige Rolle im Kader. „Leon hat eine positive Grundeinstellung und nimmt jede Gelegenheit zum Training wahr. Die Spielpraxis in der Dritten Liga ist jetzt sehr wichtig für seine weitere Entwicklung. Er erarbeitet sich im Training gerade Dinge, die er in den Spielen stabilisieren muss“, sagt Klatt über seinen Schützling.

Sein sportlicher Traum ist es natürlich, noch einmal mit den Eulen in der Bundesliga zu spielen. So wie im Mai 2018, als der damals 19-Jährige nach dem Ausfall von Roko Peribonio in Hannover für ein paar Minuten seine Premiere im Oberhaus feierte. Momente, die man nicht vergisst. Da ging für den großen Fan vom Friesenheimer Urgestein Kevin Klier, der ihn später selbst trainierte, ein erster Traum in Erfüllung.

Leon Hoblaj, der noch einen Vertrag mit Doppelspielrecht bis nächstes Jahr besitzt, wird indes weiter hart für eine Profikarriere arbeiten. Es ist gut möglich, dass Hoblaj am Mittwoch in Eisenach wieder Einsatzzeiten in der Zweiten Bundesliga erhält. Am Freitag stünde das Torwarttalent dann in der Dritten Liga für die HSG Friesenheim-Hochdorf im Derby gegen die SG Leutershausen bereit. Für Leon Hoblaj ist es derzeit ein spannender Weg….

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