Ludwigshafen Lange Paroli geboten

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«LUDWIGSHAFEN.» Fußball-Verbandsliga-Absteiger Ludwigshafener SC hat sein letztes Heimspiel gegen Aufstiegskandidat RWO Alzey 0:2 (0:0) verloren. Doch solange die Kraft reichte, überzeugten die Hochfelder und konnten erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen.

Seit der Abstieg amtlich ist, scheint eine Last von der Mannschaft abgefallen zu sein. Einer guten Vorstellung beim 4:4 gegen Fußgönheim folgte beim 2:1 gegen Zeiskam eines der besten Saisonspiele. In Kandel wurde unglücklich 0:1 verloren und jetzt bot der LSC den Alzeyern Paroli. „In der ersten Halbzeit waren wir besser“, sagte Spielleiter Karl-Heinz Daubmann. Und Sportchef Jakob Brunn ergänzte, „dass wir nur versäumt haben, das Führungstor zu schießen“. Die Gastgeber gefielen in diesen ersten 45 Minuten mit einem spielerisch ansprechenden Auftritt. Es gab gute Kombinationen, ein konsequentes Flügelspiel, und auch an der Rückwärtsbewegung gab es nichts auszusetzen. Der LSC wirkte in vielen Situationen schneller und spritziger als die müde wirkenden Rheinhessen, die den Gegner vielleicht auch etwas unterschätzt hatten. „Mit dieser ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Wir haben einfach gespielt und den Ball laufen lassen, was gut geklappt hat“, sagte Bernd Fröhlich. Der 32-jährige Spielertrainer gefiel mit einer überragenden Leistung, stellte seine Stärke bei Kopfbällen unter Beweis und verlor kaum einen Zweikampf. Apropos Fröhlich. Während vor der Partie etliche Spieler, die den Verein verlassen, verabschiedet wurden, gab es für den spielenden Coach eine seltene Ehrung. Der aus der eigenen Jugend hervorgegangene Fröhlich wurde für 750 Spiele im rot-weißen Trikot mit Urkunde, Wimpel und Essensgutschein geehrt. „Ich wusste nichts davon und war ganz überrascht“, sagte der Abwehrspieler erfreut. Fröhlich steht für Werte, die in der heutigen Zeit im Sport selten sind, auch im Amateurfußball: Vereinstreue, Loyalität, Engagement und Einstellung. Und er ist ehrgeizig. „Am Ende waren wir unkonzentriert und haben ein unnötiges zweites Gegentor bekommen“, monierte Fröhlich. Auch beim ersten Treffer haben sich die Platzherren naiv angestellt. „Da muss sich einer von uns vor den Ball stellen, damit der Freistoß nicht ausgeführt werden kann“, sagte der Kapitän. So spielten sie Ludwigshafener SC: Mohr - Scharfenberger (72. da Silva), Yildirim, Fröhlich, Terzi - Aydin (85. Karakis), Taher - Julien Jubin, Drese, Agwaze - Prince Jubin.

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