Ludwigshafen
Landtagswahl 2026: Johannes Thiedig und Christoph Schmitt treten für die AfD an
Angesichts der Ergebnisse der AfD in Ludwigshafen bei der letzten Bundestagswahl mit rund 23 Prozent der Stimmen rechnen sich beide Kandidaten gute Chancen auf den Gewinn ihrer Wahlkreise aus. Die Ergebnisse der beiden Kandidatenwahlen bei der Mitgliederversammlung fielen eindeutig aus.
Kein Gegenkandidat
Die sieben anwesenden stimmberechtigten AfD-Mitglieder im Wahlkreis 36 Ludwigshafen I stimmten alle für Thiedig. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Der 48-Jährige ist bereits Vorsitzender des Ludwigshafener Kreisverbands und der AfD-Fraktion im Stadtrat. Er wohne seit 2007 in Ludwigshafen und sei AfD-Mitglied seit 2013, stellte sich Thiedig zu Beginn seiner kurzen Bewerbungsrede vor. „Ich will in den Landtag, weil viele Probleme in Ludwigshafen landespolitischer Natur sind. Die Lage in Ludwigshafen wird nur besser, wenn man in Mainz mitreden kann“, begründete Thiedig seine Kandidatur. Er halte seine Chancen zu gewinnen, für nicht gering, sagte er mit Blick auf die letzten Wahlergebnisse der AfD in der Stadt. „Wir schauen mal, was die Bundesebene beiträgt: Dank an Herrn Merz“, spielte er auf aktuelle Umfrageergebnisse an.
Bei der Wahl zum AfD-Kandidaten bei der vergangenen Bundestagswahl war Thiedig im größeren Wahlkreis 206 mit Ludwigshafen, Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis angetreten, hatte hier aber Stefan Scheil aus Neuhofen den Vortritt lassen müssen. Bei der Wahl landete die AfD hier mit 23,4 Prozent der Stimmen hinter der CDU auf dem zweiten Platz und konnte ihren Stimmenanteil im Vergleich zur letzten Wahl um 11,6 Prozent steigern. Als Ersatzkandidat für Thiedig für die kommende Landtagswahl im Wahlkreis 36 wurde von den AfD-Mitgliedern einstimmig Stadtrat Thomas Puder gewählt.
Ziel: Mehr Abschiebungen
Als Kandidat für die Landtagswahl im Wahlkreis 37 Ludwigshafen II hat die Mitgliederversammlung Christoph Schmitt nominiert. Der 31-Jährige in der Funktion des Schatzmeisters des AfD-Kreisverbands erhielt ohne Gegenkandidat sechs Stimmen von acht anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern, bei einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme. Zum Ersatzkandidat wurde Stadtrat Jörg Bendel bestimmt. Wie Schmitt in seiner Wahlrede sagte, sehe er in der Stadt die besorgniserregende Entwicklung einer „überbordenden Migration“. Es gebe Schulen mit 98 Prozent Migrationsanteil. „Goldgräber“ seien in Richtung Europa unterwegs. Er wolle im Landtag für mehr Abschiebungen und mehr Sicherheit in Ludwigshafen sorgen, kündigte er an.