Fußball Landesliga: Wie der SV Phönix Schifferstadt die rote Laterne abgeben will
In der Landesliga Südwest, Staffel Ost, sind zwar erst vier Spieltage absolviert, aber trotzdem trennen den SV Phönix Schifferstadt den Tabellenzweite SVW Mainz bereits acht Punkte. Mit lediglich einem Zähler belegen die Schifferstadter lediglich den letzten Rang und sind zu Hause gegen die Rheinhessen am Sonntag, 15 Uhr, deshalb krasser Außenseiter.
Eine Konstante dieser Saison muss sich beim SV Phönix bald ändern, um wieder in höhere Tabellengefilde vorstoßen zu können: die Anzahl der Gegentore. Bei der Niederlage im Verbandspokalspiel beim Landesligaaufsteiger FC Speyer 09 und in den bisherigen vier Punktspielen fand der Ball mindestens zweimal den Weg ins Schifferstadter Gehäuse, in vier Begegnungen sogar jeweils dreimal.
Wenig eigene Tore
„Wir gehören zu den vier Mannschaften, welche bisher die wenigsten Tore erzielt haben und mussten die meisten Gegentreffer hinnehmen. Laut Tabelle haben wir den schlechtesten Sturm“, verdeutlicht Phönix-Trainer René Schwall. Was ihn bisher besonders gestört habe, sei, dass das seine Mannschaft selbst verschuldet habe. „Etwa 80 bis 90 Prozent unserer Gegentore gingen eigene Fehler voraus“, habe er festgestellt. „Wir verlieren beispielsweise im Zentrum oder in der Vorwärtsbegegnung den Ball und der Gegner schließt dann den Gegenangriff erfolgreich ab. Ein anderer Fall ist, dass wir eine gefährliche Situation bereits geklärt haben und dann doch noch einmal in Gefahr geraten“, nennt er als Beispiele.
Auch bei der jüngsten 0:3-Niederlage im Derby bei der FG 08 Mutterstadt habe die eigene Abwehrarbeit nicht so funktioniert, wie er sich das wünsche. „Dem Tor zu unserem 0:1-Rückstand ging ein Gewurstel voraus. Später hat die Mannschaft auf Abseits gespielt und dadurch ein Gegentor eingefangen, obwohl das keine Vorgabe war“, kritisiert er.
Gegner im Aufwind
In der vergangenen Woche habe deshalb im Training die Defensivarbeit im Vordergrund gestanden. „Ich war früher selbst Verteidiger. Mein Hauptziel ist es deshalb, dass wir kein Gegentore bekommen, denn das ist die Grundlage für Siege. Das war bereits vor dem Spiel in Mutterstadt so und ist es jetzt auch gegen den SVW Mainz“, erklärt der frühere Regionalligaspieler.
Der Traditionsclub aus der Landeshauptstadt, der 1967 nur knapp die Qualifikation für die Aufstiegsrund zur Bundesliga verpasst hatte und in der Abschlusstabelle der Regionalliga Südwest Stadtrivalen FSV Mainz 05 hinter sich ließ, befindet sich seit dem Wiederaufstieg in die Landesliga vor drei Jahren in einem Aufwärtstrend. 2022 wurde er am Ende Achter, ein Jahr später Siebter und landete am Ende der vergangenen Saison 20242025 auf den dritten Tabellenplatz. Der derzeitige zweite Rang des SVW, der der Heimatverein des früheren Nationalspielers und Bundesligatrainers Franco Foda ist, knüpft nahtlos an diese Entwicklung an.