Fußball Landesliga: Schlappe für FSV Schifferstadt gegen FG 08 Mutterstadt
Matchwinner für die Gäste war Mehmet Yaman, der seine Saisontreffer eins bis drei markierte – allesamt per Freistoß. Dabei bringt der Linksverteidiger Mutterstadt mit der beinahe ersten Aktion des Spiels – zuvor gab es eine frühe Verletzungsunterbrechung nach einem Foul an Dennis Klein – in Front (6.).
Vom rechten Strafraumrand setzt Mehmet Yaman einen festen und präzisen Freistoß aus spitzem Winkel zentral unter die Latte, FSV-Torhüter Samet Sevimli kommt nicht mehr heran. Ein „haltbarer Freistoß“, wie FSV-Trainer Jan-Michael Drese später monierte. Anschließend kommen auch die Gäste erstmals durch gutes Kombinationsspiel nach vorne, Jonas Hild bekommt den Ball aber nicht unter Kontrolle (10.).
Auch eine erste Ecke bringt keine Gefahr (14.). Die zweite, direkt darauffolgende Ecke kann Mutterstadt aber nicht abschließend klären, sodass der FSV im Nachschuss per Direktabnahme zur ersten Gelegenheit kommt – und das Tor links verfehlt. Darüber hinaus verzieht Sven Hoffmann aus der Distanz (23.).
Hyseni verpasst
Dennoch bleiben auch die Gäste weiterhin aktiv, Besart Hyseni verpasst nach einem Abschluss aus der Drehung das 2:0. Daraufhin gelingt es Bleard Zeqiraj, auf 2:0 für Mutterstadt zu erhöhen. Er trifft aus mittiger Position im Sechzehner und kurzer Distanz (27.), erneut zur Unzufriedenheit des FSV-Coaches, der bei der Entstehung des Tores auf ein klares Foul verweist.
Nach 34 Minuten erzielen die Gastgeber dann nach einem Standard den Anschluss, eine Ecke wird auf den kurzen Pfosten getreten und Sven Hoffmann trifft per Kopf in das lange Eck. Noch vor dem Seitenwechsel kann die FG 08 Mutterstadt aber bereits wieder den alten Abstand herstellen, erneut ist Mehmet Yaman zur Stelle, erneut per Freistoß. Diesmal trifft er aus zentraler Position halbhoch in das linke Eck (42.).
Grundsätzlich ist die Partie in diesem ersten Abschnitt weitgehend ausgeglichen, es geht hin und her. Allerdings strahlt Mutterstadt offensiv die weitaus größere Gefahr aus. Besonders auffällig ist die in weiten Teilen lockere Linie des Schiedsrichters. Der zweite Abschnitt startet mit einer Aktion der Gäste, die aus einer unübersichtlichen Situation im Sechzehner zum Abschluss kommen – und das Tor links verfehlen (50.).
Schlegel entscheidet
Folgerichtig sorgt Tom Schlegel schon früh für die Entscheidung (56.). Er bricht auf der rechten Seite durch und trifft wuchtig und hoch ins Tor. Der FSV dagegen kommt trotz Bemühen kaum zu Offensivaktionen. Mutterstadt zeigt sich zunehmend dominant, kommt immer wieder zu guten Gelegenheiten, die Angriffe werden allerdings unsauber zu Ende gespielt.
Grundsätzlich bietet die Partie nun weniger Höhepunkte, Mutterstadt steht kompakt und lässt wenig zu. Damit bringen sie nicht nur den Vorsprung über die Zeit sondern erhöhen letzten Endes noch einmal. Mehmet Yaman trifft, natürlich per Freistoß, zum 5:1-Endstand (85.). Der letzte Treffer ist gleichzeitig der sehenswerteste und landet in der oberen linken Ecke.
„Wir haben uns den Derbysieg heute verdient, können aber froh sein, dass wir das Momentum hatten und zwischenzeitlich nicht das 2:2 bekommen haben. Natürlich freuen mich besonders die drei Freistoßtore“, ordnet Mutterstadt-Trainer Marco Malizia die Partie ein. „Der erste Freistoß war haltbar und dem 2:0 geht ein Foul voraus. Dann haben wir uns geschüttelt und den Anschluss erzielt. Dennoch waren wir in der ersten Halbzeit zu hektisch und unsauber in unseren Aktionen. Es ist nach Rückstand in der aktuellen Situation einfach schwer, den Bock umzustoßen, zumal Mutterstadt gut verteidigt hat“, sagt Jan-Michael Drese, dem es schwer fällt, die Partie von Seiten des FSV zusammenzufassen.