Fußball
Landesliga: Offenes Duell zwischen FG 08 Mutterstadt und ASV Fußgönheim
Da mussten beide Trainer nach dem Abpfiff noch einmal kräftig durchatmen. Das Landesligaderby zwischen der FG 08 Mutterstadt und dem ASV Fußgönheim war 95 Minuten lang ein ganz enges Spiel, das am Ende mit den Gästen einen vielleicht den etwas glücklicheren Sieger sah. Aber das war Fußgönheims Trainer Chris Chorrosch am Ende relativ egal. Denn das einzige Tor der Partie erzielte Salvatore Saito kurz vor der Pause.
Der Gast hat nach zwei deutlichen Niederlagen (1:5 bei Wormatia Worms und 0:3 zu Hause gegen Knittelsheim) den heißen Atem der Abstiegszone in seinem Rücken gespürt. Entsprechend war Chorroschs Mannschaft in die Haarspitzen motiviert, das Derby nicht ohne Punkte zu beenden. Im Blickpunkt standen auch einige Spieler, die in der Saison zuvor noch dem gegnerischen Kader angehört hatten. Viele gute Zutaten für ein Derby bei sonnigem Wetter. Um es vorwegzunehmen: Es blieb auf dem Mutterstadter Kunstrasen sehr ruhig. Außer ein paar kurzen Rededuellen blieb die Begegnung freundschaftlich.
Frust bei Malizia
Dabei übernahm Mutterstadt nach zehn Minuten die Kontrolle der Partie, ohne sich jedoch für den Aufwand zu belohnen. Bleard Zeqiraj hatte die größte Chance, als er Fußgönheims Schlussmann Yannick Selzer umspielt hatte und aus zwölf Metern aufs Tor schoss, zwei ASV-Verteidiger aber auf der Linie noch klärten (14.). Zeqiraj hatte auch die zweite große Chance: Als Selzer einen Ball nach vorne abklatschte, setzte Mutterstadts Nummer neun den Ball über den Querbalken (34.). Dann kam aber Fußgönheim: Als David Schinnerer von der rechten Seite eine Flanke in die Mitte schlug, köpfte David Gerner den Ball an den Pfosten (38.). Nach einer Ecke kam es dann zum Billardtor. Mutterstadts Torhüter Felix Schmidt parierte eine Ecke unglücklich in den Fünfmeterraum, wo aus dem Gewühl heraus der Abschluss von Salvatore Saito zum 0:1 ins Tor der Gastgeber trudelte (43.). „Wir hatten die Chancen, aber Fußgönheim macht das Tor“, konstatierte FG08-Trainer Marco Malizia mit einer großen Portion Frust.
Damit nahm er den Verlauf der zweiten Hälfte voraus. Fußgönheim kam noch zu einem gefährlichen Torabschluss, als Eduard Hartmann einen Ball, den Schmidt durch die Hände gleiten ließ, am Tor vorbeiköpfte. (68.). Fabio Reithermann vergab auf der Gegenseite zweimal aus zentraler Position. Auch Mutterstadts Besart Hyseni zielte bei seinem Versuch auszugleichen zu hoch, setzte den Ball freistehend über das leere Tor (77.). „Wir müssen unsere Chancen verwerten“, benannte Malizia das Problem seines Teams an diesem Tag. „Wir haben dann zwar am Ende auf ein Tor gespielt, waren aber letztlich zu ideenlos“, kritisierte er den Auftritt seines Teams. Sein Gegenüber Chorrosch nahm es mit einem Lächeln: „Wir haben gesagt, wir brauchen noch zwei Siege, um in der Liga zu bleiben. Ich denke, dass 36 Punkte eigentlich reichen.“ Allerdings sieht er noch viel Arbeit auf sich zukommen. „Die Mannschaft setzt noch nicht alles um, aber dafür haben wir dann ja die kommende Saison“, blickte er bereits voraus.