Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Landesliga: FG 08 Mutterstadt zum Saisonauftakt gegen Grünstadt

Qual der Wahl: FG08-Spielertrainer Kevin Selzer.
Qual der Wahl: FG08-Spielertrainer Kevin Selzer.

Nach 15 Jahren in der Fußball-Bezirksliga ist die FG 08 Mutterstadt in die Landesliga Ost zurückgekehrt. Das Team eröffnet am Freitag, 19 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den hoch eingeschätzten VfR Grünstadt die neue Saison.

Die Stimmung in der Mannschaft und dem Umfeld ist gut, Vorfreude und Euphorie machen sich breit. Jeder ist heiß auf die neue Spielklasse, in der Mutterstadt mit seinem strukturierten Spielaufbau, den spielerischen Qualitäten und der hohen individuellen Klasse als Bereicherung gilt. „Die Vorbereitung darf man nicht überbewerten, weil die Automatismen nach den personellen Veränderungen und der kurzen Pause noch nicht so greifen können wie wir es uns wünschen“, sagt Marco Malizia. Der 36-Jährige bildet mit dem spielenden Coach Kevin Selzer (30) weiterhin ein gleichberechtigtes Trainerduo.

Als Generalprobe diente der 4:1-Sieg im Verbandspokal beim Bezirksligisten 08 Haßloch. „Es war ein zerfahrenes Spiel, in dem spielerisch viele Wünsche offen blieben“, räumt Selzer ein. Man habe zwar einiges ausprobiert und letztlich vier Treffer erzielt, aber bis zur 89. Minute war die Partie beim Stand von 1:2 umkämpft. Ausprobiert wurde zum Beispiel die Variante mit Tom Schlegel in der Sturmspitze. Erstmals bildeten zudem der neu verpflichtete Simon Bognar und Maximilian Weindel die linke Seite. Das wurde nötig, weil Jan Weingarte, der links hinten im Normalfall gesetzt ist, immer noch an einem Bänderriss im Knöchel laboriert, den er sich im Rückspiel der Relegation in Nieder-Olm zugezogen hatte.

Kein Torwartproblem

Im Kasten stand in Haßloch der aus Ruchheim gekommene Joshua Geist, der Herausforderer von Tim Neumeister ist, der in seiner Premierensaison 2023/24 großartig eingeschlagen hat. „Joshua kommuniziert gut und ist auf der Linie stark, im Spiel mit dem Ball kann er sich steigern“, urteilt Malizia. Er unterstreicht aber, dass die FG zwischen den Pfosten gut aufgestellt sei. Vor dem Torhüter dürfte demnächst auch wieder der 22-jährige Innenverteidiger Julius Augustin auftauchen, der seinen Kreuzbandriss auskuriert hat. „Er hat in Testpartien schon gespielt. Jetzt muss man sehen, wie schnell sich Julius an die Belastung gewöhnt. Mit seiner Schnelligkeit und Zweikampfstärke sowie dem guten Passspiel wird er uns noch helfen“, ist Selzer überzeugt.

Von den Zugängen kamen in Haßloch noch die beiden Klein-Brüder vom Anpfiff weg zum Einsatz. Dennis trug sich sogar in die Torschützenliste ein. Der Abwehrspieler muss am Freitag allerdings wegen seiner Abendschule passen. Kevin ist eine Option für den Flügel. „Dort ist er mit seiner Geschwindigkeit und der Stärke im Eins-gegen-eins eine Waffe“, verdeutlicht Malizia. Der ältere der beiden Brüder könne aber noch einen Tick zielstrebiger werden.

Selzer frei für andere Position

Mit Dennis Klein, Tim Seelinger, bald wieder Julius Augustin oder dem auch auf der Sechserposition einsetzbaren Felix Jung haben die Mutterstadter in der Innenverteidigung eine große Auswahl. Somit könnte Freistoßspezialist Selzer wieder offensiver agieren. „Ja, das ist denkbar. Wo genau im Mittelfeld ich spiele, ist offen“, betont der Spielertrainer. Das wird auch davon abhängen, ob die Nullachter mit einem oder zwei defensiven Mittelfeldspielern antreten werden. Denkbar sind beide Varianten, möglicherweise hängt das auch vom Gegner ab.

Gegen Grünstadt dürfte Vorsicht angesagt sein, denn der VfR zählt zu den Schwergewichten der Liga. Die Mannschaft gehört seit zehn Jahren ununterbrochen dieser Klasse an, was nur von Wormatia Worms II überboten wird. Der VfR hat eine gute Mischung aus erfahrenen Akteuren wie Spielertrainer Nico Müller, Marcel Czekalla oder Marco Sorg, aber auch vielen jungen, talentierten und hungrigen Kräften. In der vergangenen Spielzeit wurde der VfR Tabellenvierter. Im Verbandspokal verhinderte Grünstadt beim Derby in Obersülzen trotz Überzahl erst in letzter Minute mit dem 1:1 ein Ausscheiden und setzte sich in der Verlängerung mit 3:1 durch.

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