Ludwigshafen Kulturnotizen: Robert Menasse im Ernst-Bloch-Zentrum

Um das Thema Heimat geht es beim dritten „Talk bei Bloch“ heute um 19 Uhr im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen. Robert Menasse, Silvia Mazzini und Anna Scheuermann diskutieren über „Heimat als Lebensform“. Was kann heutzutage Heimat sein? Ist sie für uns in Deutschland die Nation? Oder Europa? Oder die nähere Umgebung? Schaffen unsere Städte die nötige Integrationsleistung? Wie sieht es in den ländlichen Gemeinden aus? Der Wiener Autor Robert Menasse verteidigte in seinen Büchern „Der europäische Landbote“ und „Heimat ist die schönste Utopie“ die Idee des europäischen Einigungsprojekts, kritisiert aber die Demokratiedefizite der EU-Verfassung. Menasses neuer Roman „Die Hauptstadt“ spielt in Brüssel. Silvia Mazzini ist Philosophin, Theaterautorin und Dramaturgin. In ihren Theater- und Filmprojekten beschäftigt sie sich mit Immigration. Anna Scheuermann arbeitete als Kuratorin des Deutschen Pavillon der Venedig Biennale das Konzept für „Making Heimat. Germany, Arrival Country“ mit aus. Das Tanz-Performance-Kollektiv Gintersdorfer/Klaßen gastiert mit „Kabuki Noir Münster“ am Mittwoch, 20. September, 19.30 Uhr, auf der Hinterbühne des Theaters im Pfalzbau in Ludwigshafen. Die Produktion entstand während der Kunstschau „Skulptur Projekte Münster 2017“, bei der Besucher die Arbeitsprozesse von Gintersdorfer/Klaßen erleben konnten. Die Ästhetik des japanischen Kabuki-Theaters folgt einer langen Tradition und verbindet Tanz, Schauspiel, Masken, Gesang und Musik. Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen greifen respektvoll die alte Partitur des Kabuki auf und hinterfragen dessen Bewegungen und Codes, um so die Theaterform weiterzuentwickeln.