Ludwigshafen Kulturnotizen: Impro-Theater im Ernst-Bloch-Zentrum

Zum zweiten Mal gibt es im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen Improvisationstheater. Unter dem Titel „Freier Geist – Impro bei Bloch“ wird am Dienstag, 28. Juli, 19 Uhr, die Theatergruppe „Wer, wenn nicht 4“ ihr kreatives Potenzial freisetzen und Bühnengeschichten aus dem Moment entstehen lassen. Die aus der Vorderpfalz stammende Gruppe, bestehend aus drei Schauspielern und einem Musiker, ist seit 2005 in der Region unterwegs, hält immer neue Überraschungen bereit: Stichwörter aus dem Publikum verarbeitet sie spontan zu großen Momenten auf der Bühne. Statt einstudierter Theatertexte und inszenierter Szenen stellen Spontanität, Kreativität und Inspiration die Kernelemente des improvisierten Theaters dar. (rhp) Auch in diesem Jahr sind Mitglieder des Nationaltheater-Orchesters sowie ein Sänger des Opernchors zu Gast bei den Bayreuther Festspielen, die am 25. Juli mit der Inszenierung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ in der Regie von Katharina Wagner eröffnet werden. Die Mannheimer Orchestermitglieder Wolfgang Hammar (Violine), Georg Lustig (Englischhorn), Martin Jakobs (Bassklarinette), Anne Hütten (Harfe) und Matthias Gromer (Posaune) werden in diesem Sommer Teil des Festspielorchesters in Bayreuth sein. Außerdem wird der Chorsänger Gimoon Cho (Tenor) beim Festspielchor in Bayreuth mitwirken. Das international renommierte Festival, das seit seiner Geburtsstunde im Jahr 1876 den zehn letzten Opern Richard Wagners gewidmet ist, findet alljährlich im eigens dafür geschaffenen Festspielhaus in Bayreuth statt und zieht rund 60.000 Musikfreunde aus der ganzen Welt an. (rhp) Sein Buch „Hitlers Rache“ stellt der Autor Friedrich-Wilhelm von Hase am Montag, 27. Juli, 19 Uhr, bei der Jüdischen Gemeinde in Mannheim, F 3, 4, vor. Der Vater des Autors gehörte zu den Attentätern vom 20. Juli 1944, er hatte den Sprengstoff besorgt und wurde noch am selben Tag von den Nationalsozialisten erschossen. Das Werk beschäftigt sich mit dem Umgang des Regimes mit den verbliebenen Familienmitgliedern, die in Lager oder Heime gesteckt wurden und, wenn sie überlebten, ihre Identität verleugnen mussten. In Mannheim erzählt Friedrich-Wilhelm von Hase über das Entstehen des Buches, danach liest eine Schauspielerin Passagen des Textes. (rhp) In die Welt der Klezmorim führt ein Konzert am Mittwoch, 29. Juli, 20 Uhr, auf dem Museumsschiff des Technoseums in Mannheim. Dort tritt das Klezmer Quartett Heidelberg in der Reihe „Haste Töne?“ auf. Dabei lassen die Musiker die Spielweise der alten Klezmer-Musiker aus Osteuropa wiederaufleben, greifen aber auch aktuelle Stilrichtungen auf. Das Repertoire der Gruppe umfasst neben jiddischer Instrumentalmusik und Volksliedern auch Melodien vom Balkan. Der historische Schaufelraddampfer „Mannheim“ ist am Neckar unterhalb der Kurpfalzbrücke vertäut. Die „Haste Töne?“-Konzertreihe findet auf dem überdachten Achterdeck statt. (rhp)