Ludwigshafen Kulturnotizen: Benjamin Reiners von Mannheim nach Kiel

Benjamin Reiners, stellvertretender Generalmusikdirektor am Mannheimer Nationaltheater, übernimmt ab der Spielzeit 2019/2020 die Position des Generalmusikdirektors des Theaters Kiel. Er tritt dort die Nachfolge von Georg Fritzsch an, der dieses Amt seit Beginn der Spielzeit 2003/2004 innehat. Benjamin Reiners setzte sich in einem Auswahlverfahren gegen eine große Anzahl von Mitbewerbern durch. Geboren 1983 in Duisburg, studierte Reiners an der Musikhochschule in Köln sowie in der Kapellmeisterklasse von Karl-Heinz Bloemeke an der Musikhochschule Detmold. Seine professionelle Theaterlaufbahn begann er als Solorepetitor und Kapellmeister am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, wo er ein breites Repertoire aus Operette, Musical und Spieloper dirigierte. Zur Spielzeit 2011/2012 wechselte er als zweiter Kapellmeister an die Niedersächsische Staatsoper Hannover. Nach zwei Spielzeiten avancierte er hier zum ersten Kapellmeister. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Benjamin Reiners stellvertretender Generalmusikdirektor und erster Kapellmeister am Nationaltheater. Zu einem exklusiven Auftritt nach ihrer gemeinsamen Tour im Herbst gastieren Kayef und T-Zon am Samstag, 7. April, 20 Uhr, im Ludwigshafener Kulturzentrum Das Haus. Mit 30 Millionen Videoaufrufen und 350.000 You-tube-Abonnenten ist Kayef einer der populärsten deutschsprachigen Nachwuchsmusiker im Netz. Stilistisch bewegt sich der Künstler zwischen Rap, Pop und R’n’B. T-Zon ist als Rapper mit modernen Pop-Elementen einzuordnen. Auf seinem Debüt-Album „Alles auf Anfang“ bricht er etablierte Genre-Cluster auf, lässt mitunter sogar die Instrumentalisierung von melodischem Collegerock und Punkrock der 1990er-Jahre anklingen. Im Juli vergangenen Jahres hatte das Theaterprojekt „Feuerbrand“ im Mannheimer Jungbusch Premiere. Das von Lisa Massetti inszenierte Stück, eine Eigenproduktion der Jugendkulturwerkstatt Creative Factory, ist angelehnt an Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“ und führte Darsteller wie Zuschauer an verschiedene Schauplätze im Jungbusch. Am Freitag, 13. April, 19.30 Uhr, zeigt das Mannheimer kommunale Kino Cinema Quadrat eine Filmdokumentation dieses Stationentheaters von Mario Di Carlo. „Feuerbrand“ thematisiert anhand von Schillers klassischem Theaterstoff die einsetzende Gentrifizierung in dem migrantisch geprägten Stadtteil und macht den Wandel auf dem Immobilienmarkt, die Profitorientierung und die damit verbundene soziale Ungerechtigkeit zum Thema. Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es eine Publikumsdiskussion mit Filmemacher und Regisseurin.