Ludwigshafen
Kriminalstatistik: Weniger Straftaten in Ludwigshafen
Die offizielle Kriminalstatistik für Ludwigshafen zeigt im Jahr 2025 einen deutlichen Rückgang der Straftaten. Nach Angaben der Polizei sanken die Gesamtfallzahlen um 1522 Fälle auf 15.029 registrierte Straftaten (2024: 16.551). Die Aufklärungsquote sei mit 61,1 Prozent nahezu gleichbleibend (2024: 61,6 Prozent).
Einzelne Deliktbereiche würden ebenfalls positive Entwicklungen zeigen: Die Eigentumskriminalität, dabei geht es vor allem um Diebstähle, sank um 259 Fälle auf 5084 Delikte (2024: 5343) und erreichte eine Aufklärungsquote von 35,84 Prozent – die höchste im Fünfjahresvergleich.
Weniger Betrug
Besonders auffällig sei der Rückgang der Vermögens- und Fälschungsdelikte – dazu zählen unter anderem Warenbetrug im Internet oder Schwarzfahren. Die Fallzahlen sind um knapp 34 Prozent auf 2518 Delikte gesunken (2024: 3799). Auch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (293 Fälle; 2024: 320), Messerangriffe (39 Fälle; 2024: 44), Drogenkriminalität (514 Fälle; 2024: 666) und Straßenkriminalität (3099 Fälle; 2024: 3368) nahmen ab.
Den Rückgang der Fallzahlen im Bereich der Straßenkriminalität führte die Polizei auf Ermittlungsfolge bei Moped- und Rollerdiebstählen zurück. 20 Tatverdächtige seien ermittelt worden. Zwei Beschuldigte seien in Haft. Die Teillegalisierung von Cannabiskonsum hat zum Rückgang bei den Drogendelikten geführt.
Mehr Körperverletzungen
Im vergangenen Jahr wurden zwei Straftaten gegen das Leben von Menschen registriert – das ist der niedrigste Wert in den vergangenen fünf Jahren. Einen leichten Anstieg verzeichnete die Polizei bei den Rohheitsdelikten (plus 2,9 Prozent) auf 3236 Fälle (2024: 3145). Dazu zählen Körperverletzungen und Bedrohungen. Von den rund 2100 Körperverletzungen ereigneten sich 675 Fälle im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Auf der Straße wurden 367 Fälle registriert. Die Aufklärungsquote blieb hier hoch: In 88 Prozent der Fälle konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden.
Beim Raub stiegen die Fallzahlen ebenfalls an (150 Delikte; 2024: 122). Über 50 Prozent der Fälle ereigneten sich im öffentlichen Raum. Eine Serie von Raubstraftaten wurde von der Polizei erfolgreich aufgeklärt. Zwölf Tatverdächtige werden erkennungsdienstlich behandelt, vier Beschuldigte kamen in Haft. Die Aufklärungsquote bei den Raubdelikten lag der Statistik zufolge bei über zwei Dritteln.
50 Polizisten verletzt
Vermehrt kam es zu Gewaltdelikten gegen Polizeikräfte, die um 19 Prozent auf 87 Fälle zunahmen (2024: 73). Dabei stieg auch die Zahl der verletzten Einsatzkräfte von 41 auf 50.
Dennoch zieht die Polizei ein positives Fazit: Ludwigshafen bleibe weiterhin die zweitsicherste Stadt in Rheinland-Pfalz. Das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung dürfte anders sein. Doch die Polizei bekräftigt: „Die objektiven Daten legen dar, dass es in Ludwigshafen zu einem spürbaren Rückgang der Kriminalität insgesamt gekommen ist.“ Als Beleg wird die sogenannte Häufigkeitszahl angeführt, die Straftaten pro 100.000 Einwohner darstellt. Diese Kennziffer ging im vergangenen Jahr ebenfalls leicht zurück. 2025 lag sie bei 8433 Delikten und damit um 9,9 Prozent niedriger als im Vorjahr (2024: 9357). Diese Entwicklung belege, dass es eine geringere statistische Wahrscheinlichkeit gebe, in Ludwigshafen Opfer einer Straftat zu werden, so die Polizei.