Rhein-Pfalz-Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Kreis sucht neues Logo: Einfach und charakterstark soll es sein

Auch das Wappen des Rhein-Pfalz-Kreises benötigt eine Generalüberholung, aber im Rahmen der gestalterischen Richtlinien.
Auch das Wappen des Rhein-Pfalz-Kreises benötigt eine Generalüberholung, aber im Rahmen der gestalterischen Richtlinien.

Der Rhein-Pfalz-Kreis hat ein optisches Problem: Das Logo und das Wappen sind in die Jahre gekommen. Jetzt sollen beide aufgehübscht werden, vor allem fürs Digitale.

„Die bisherigen Designs waren auf Printmedien ausgelegt.“ Bäm, das saß. Und da schaut man als Medienschaffender in der Kreistagssitzung ein zusätzliches Mal nach vorne, wo die Verwaltung Platz nimmt. Lisa Cichuttek aus der Pressestelle der Kreisverwaltung wollte damit selbstverständlich nicht die Medienvertreter gegen sich aufbringen, die im Saal waren und unter anderem ein Printprodukt zu befüllen haben. Aber die Botschaft als solche kam deutlich rüber: „Das Logo des Kreises ist nicht internetfähig.“ Vor allem geht es um den damit verbundenen Spruch „Da sprießt die Vorderpfalz“. Der sei einfach zu breit, also zu lang.

Das Logo des Kreises ist eher schlicht. Oben links ein Dreieck, an einer Seite gewellt – als Symbol für den Rhein. Ansonsten viel weiße Fläche, mit „Rhein-Pfalz-Kreis“ und dem Slogan „Da sprießt die Vorderpfalz“ als Anspielung auf den Gemüsegarten Deutschlands.

Doch diese Konstruktion hat einen Nachteil. „Das Logo stammt aus einer Zeit, als es noch viel mehr Broschüren und Flyer gab“, führte Cichuttek weiter aus und konkretisierte damit auch gleichzeitig ihre Ausführungen eingangs mit Hinweis auf die Printmedien. Heute gibt’s stattdessen hauptsächlich Newsletter per E-Mail oder Push-Nachrichten aufs Handy.

Schwierig in der digitalen Welt

Vor allem im digitalen Zusammenhang tut man sich bei der Kreisverwaltung schwer mit dem alten Logo, das noch gar nicht so alt ist, aber in einer immer schnelllebigeren und vornehmlich digitalen Welt ein Auslaufmodell. 2013 ist es als Start in die Corporate Identity eingeführt worden, um, so der Kreis in seiner Beschlussvorlage, ein modernes Erscheinungsbild für den Rhein-Pfalz-Kreis zu schaffen. Aber das Logo ist eben für eine andere Medienzeit kreiert worden. Eine Skalierbarkeit, also ein einfaches Vergrößern oder Verkleinern, ist mit dem alten Logo nicht möglich.

Folglich habe man Ziele und Richtlinien festgelegt, wohin es mit einem neuen Logo gehen soll. Einen hohen Wiedererkennungswert soll es haben. Kraftvoll, seriös, modern, präzise, nahbar und skalierbar soll es auch noch sein, wie Lisa Cichuttek weiter erläuterte. „So einfach wie möglich, so charakterstark wie nötig.“ Ebenfalls wichtig sei ein regionaler Charakter.

Angebote werden eingeholt

Die Verwaltung will nun drei Angebote einholen von Agenturen, die etwas Neues, Frisches entwerfen wollen. Verbunden ist damit auch das Kreieren eines neuen Slogans. „Da sprießt die Vorderpfalz“ sei ebenfalls nicht mehr zeitgemäß, sagte Cichuttek.

Und weil man schon bei einem „Facelift“ ist, soll auch gleich noch das Kreiswappen an die Erfordernisse der digitalen Welt angepasst werden. Wobei es hier laut Lisa Cichuttek um eine „behutsame Modernisierung“ gehe. Vereinfachte und stabilere Formen sollten eingesetzt werden. Hinzu kommt auch noch eine Überarbeitung des Internetauftritts des Kreises. Als gestalterische Leitlinien gelten die geografische Lage, landschaftliche Strukturen, Farb- oder Formbezüge aus dem Wappen sowie die Verbundenheit der Gemeinden. Womöglich muss man beim Wappen auch gar nicht bei Null anfangen. Denn hier liegt bereits ein Überarbeitungsvorschlag aus dem Jahr 2012 vor.

„Ein neues Logo und ein neuer Slogan sind notwendig, um auf dem Markt präsent zu sein“, betonte Landrat Volker Knörr (CDU) in der jüngsten Kreistagssitzung. Bei der Modifizierung des Wappens sei auch ein Heraldiker, also ein Fachmann für Wappen, mit im Spiel. Denn im Kreiswappen darf man nicht einfach so nach Lust und Laune herumgestalten. Da müssen bestimmte Regeln beachtet werden. Auch mit dem Wappen soll sich ein externes Unternehmen befassen.

Bei drei Enthaltungen der FDP-Fraktion billigte der Kreistag den Plan der Kreisverwaltung für Logo und Wappen mit sehr großer Mehrheit.

Das Logo des Rhein-Pfalz-Kreises ist in die Jahre gekommen und zu sperrig. Außerdem war es hauptsächlich auf Printmedien wie Fly
Das Logo des Rhein-Pfalz-Kreises ist in die Jahre gekommen und zu sperrig. Außerdem war es hauptsächlich auf Printmedien wie Flyer ausgelegt. Jetzt soll es Platz machen für eine neue, frischere Variante.
Mehr zum Thema
x