FUSSBALL
Krasser Außenseiter
Die Gäste haben eine herausragende Mannschaft, die sich gegen den 1. FC Köln im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft mit 1:0 und 0:0 durchsetzte und im Endspiel am nächsten Sonntag auf Borussia Dortmund trifft. Nelson Weiper und Brajan Gruda haben für Mainz schon Bundesliga-Luft geschnuppert, Weiper hat in sechs Spielen zwei Tore erzielt und gilt als Hoffnungsträger im Angriff. „Klar, wir sind krasser Außenseiter und wollen die Niederlage im Rahmen halten“, sagt der Altriper Trainer Dirk Warnecker angesichts des Zwei-Klassen-Unterschieds. Der TuS hatte in den vorigen Runden den SC Idar-Oberstein, die SG Rieschweiler und den JFV Rhein-Haardt FC ausgeschaltet.
Die Altriper, die in der Verbandsliga gegen den Abstieg spielen, haben am vergangenen Mittwoch beim FSV Offenbach (4:2, TuS-Tore durch Nico Schmidt, Lucas Buhl, Giuseppe Sestito und Luan Wiegmann) und Freitag zu Hause gegen Idar-Oberstein (0:3) zwei Punktspiele bestritten, in denen der Coach kräftig rotierte. „So hat fast jeder Akteur Spielzeit und Spielpraxis bekommen. Aber wenn man ehrlich ist, ist das Mainz-Spiel seit Tagen das vorherrschende Thema. Jeder spricht darüber, die Konzentration auf diese beiden Spiele fiel nicht ganz leicht“, erklärt Warnecker. Der Coach hat die schwierige Aufgabe, aus einem Kader von 22 Spielern die richtigen für die Startformation auszuwählen und kann aus dem Vollen schöpfen. Lediglich hinter dem Einsatz des am Oberschenkel lädierten Noah Heberle steht ein kleines Fragezeichen.
Am Sonntag haben vier A-Junioren bei der ersten Garnitur gespielt, die ebenfalls von Warnecker trainiert wird. Teilweise waren sie über die volle Distanz auf dem Feld, teilweise eine Halbzeit lang. Christian Simon, Physiotherapeut des Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen, verstärkt am Dienstagabend das Physioteam des TuS. Die Altriper rechnen mit 500 bis 600 Zuschauern. Der erste Verbandspokal-Finalist steht derweil schon fest: Es ist der 1. FC Kaiserslautern.