Ludwigshafen Kommentar: Schwieriger Spagat

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Es wird weitere Einschnitte geben – andernfalls wird sich die Sparkasse nicht am Markt behaupten können.

Die Nullzinspolitik und das sich wandelnde Kundenverhalten zwingen die Sparkassen und ihr Geschäftsmodell in die Knie – die Erträge schrumpfen, kleine Filialen mit geringer Kundenfrequenz werden überflüssig, digitale Rund-um-die-Uhr-Angebote immer wichtiger. Vor allem die jüngere Generation schert sich wenig um Vier-Augen-Gespräche mit dem Berater ihres Vertrauens und schon gar nicht um lokale Wertschöpfungsketten. Sie will Bankgeschäfte unkompliziert am PC oder mit dem Smartphone erledigen. Neue Zielgruppen gewinnen und gleichzeitig alte nicht verprellen – das ist der schwierige Spagat, den die Sparkasse jetzt bewältigen muss. Der erste – überfällige – Schritt ist getan, weitere werden folgen bei einem angekündigten Sparkurs von mittelfristig zehn Millionen Euro jährlich. Alle Standorte werden auch künftig einer Prüfung unterzogen – sagt Vorstandschef Linnebank. Das heißt nichts anderes als: Es wird weitere Einschnitte geben. Und wohl auch weitere Fusionen. Nur so werden sich die Sparkassen am Markt behaupten können.

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