Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Kombiterminal: Sechs Millionen Güter umgeschlagen

Umladevorgang mit der Jubiläumszahl auf dem Tank.
Umladevorgang mit der Jubiläumszahl auf dem Tank.

Seit der Inbetriebnahme des Kombiverkehrsterminals in Ludwigshafen im Oktober 2000 wurden nach Angaben der Kombi-Terminal Ludwigshafen GmbH (KTL) sechs Millionen Container und andere Ladeeinheiten von der Straße auf die Schiene und umgekehrt verladen.

Damit hätten auf der langen Strecke zum Kunden sechs Millionen Lkw-Fahrten durch sogenannte intermodale Verkehre ersetzt und damit klimaschonend auf die Schiene verlagert werden können. Auf diese Weise seien mehr als vier Millionen Tonnen CO2 eingespart worden. Zudem werde der innerstädtische Verkehr in Ludwigshafen und Mannheim durch die Anlage massiv entlastet.

„Gerade in Corona-Zeiten nimmt die Logistik zur sicheren Versorgung von Handel und Industrie eine wichtige Rolle ein“, sagt KTL-Geschäftsführer Ralf Dahlinger. „Der intermodale Verkehr konnte im letzten Jahr trotz Corona bei uns sogar zulegen, da er gerade im grenzüberschreitenden Verkehr deutliche Vorteile gegenüber dem Straßenverkehr hat.“

Europaweit eine der größten Anlagen

Das Kombiterminal ist eine der größten Anlagen für den Umschlag von der Straße auf die Schiene in Europa. Es verfügt auf einer Fläche von 250.000 Quadratmetern über sieben Portalkräne sowie je 13 Umschlag- und Abstellgleise. Seine Abstellkapazität liegt bei maximal 3200 Ladeeinheiten (auf der Basis von 20-Fuß-Containern gerechnet). Vom KTL aus werden die wichtigsten Wirtschaftsregionen in Europa mit 25 Zugpaaren pro Tag erreicht – „effektiv und klimaschonend“, wie der Betreiber betont. Terminal-Eigentümer ist die BASF. Die Anlage steht aber allen Verladern in der Region zur Nutzung offen.

Fast 170 Mitarbeiter

„Sie wurde als eine der ersten Anlagen der Privatwirtschaft in Deutschland im Rahmen der damals neu aufgelegten Förderrichtlinie zum Kombinierten Verkehr gefördert und zeigt den sinnvollen und effizienten Einsatz von Fördermitteln in diesem Sektor“, berichtet Dahlinger. KTL-Gründung war bereits 1999, in Betrieb genommen wurde die Anlage dann im Oktober 2000. Waren es am Anfang rund 20 Mitarbeiter, sind heute nach mittlerweile zwei Erweiterungen des Terminals fast 170 Mitarbeiter dort beschäftigt. Gesellschafter sind neben der BASF die Transportdienstleister Bertschi AG, die Hoyer GmbH Internationale Fachspedition sowie die Kombiverkehrsunternehmen Hupac Intermodal SA und Kombiverkehr Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr mbH & Co KG.

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