Ludwigshafen
Kolumne mit Kultur-Tipps: Horror im Ludwigshafener Feierabendhaus
Es ist eine seltsame Zeit. Das Wetter tat Anfang der Woche so, als wäre immer noch Sommer. Im Einzelhandel sind schon reduzierte Adventskalender zu sehen, als wäre man ein schlechter Mensch, wenn man seinen Kindern noch keinen organisiert hat. (Noch nicht mal Laternen für den Martinsumzug sind gebastelt.) Und in die Redaktion flattern Mails über Mails mit Terminen über Terminen. Im Oktober ist die Herausforderung, sich beim Planen der Kulturseite nicht zu übernehmen. Weglassen, absagen, erklären, warum weggelassen und abgesagt wird – damit vergeht die Zeit bis zum ersten Türchen.
Ganz tolle Musik aus Köln
Auch die Auswahl heute ist mir nicht leicht gefallen. Es sind so viele Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Theaterstücke, auf die ich mich freue. Als nächstes steht dick unterstrichen in meinem Terminkalender das Konzert von Fortuna Ehrenfeld am Dienstag, 22. Oktober, 20 Uhr, im Mannheimer Capitol. Die unglaublich tolle Indie-Pop-Band aus Köln hat kürzlich noch als Vorband von Kettcar gespielt, deren Song „Im Taxi weinen“ zu meinen Lieblingsliedern gehört. Kettcar werden am 29. Januar an gleicher Stelle spielen und sich danach leider in eine Pause unbestimmter Dauer verabschieden. Stichwort Vorband: Die ist bei Fortuna Ehrenfeld Kirchner Hochtief – David Julian Kirchner, dieser etwas exzentrische Mannheimer Musiker, der den Ludwigshafener Hauptbahnhof retten möchte.
Horror im Feierabendhaus
Noch ein besonderer Indie-Musiker aus Mannheim ist Konstantin Gropper, dessen Projekt Get Well Soon seit über zehn Jahren Furore macht. Mit „The Horror“ hat er sein Opus Magnum vorgelegt, ein fulminantes Werk mit leichter Musik zum schweren Thema Angst. Er bringt es mit großer Besetzung am Samstag, 26. Oktober, 20 Uhr, auf die Bühne des BASF-Feierabendhauses in Ludwigshafen.
Nostalgie unter der Himmelskuppel
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle auch auf die 40-Jahre-Jubiläumsshow „Die drei ???“ am Samstag, 9. November, in der SAP-Arena hinweisen. Aber die ist leider ausverkauft. Für alle Nicht-Karten-Inhaber hätte ich eine Alternative: Im Planetarium kann man regelmäßig das Hörspiel „Die drei ??? und der dreiäugige Totenkopf“ unterm Sternenhimmel erleben. Die nächsten Termine sind am 19. Oktober, 2., 16. und 29. November.
Jan Plewka singt Ton Steine Scherben
Der November wird übrigens auch wieder pickepackevoll mit tollen Kulturterminen. Am Donnerstag, 28. November, 20 Uhr, kommt der von mir sehr bewunderte Jan Plewka (bekannt als Sänger der Band Selig) mit einer neuen Hommage an Rio Reiser und Ton Steine Scherben in die Alte Feuerwache in Mannheim.
Die Kolumne
Lieber ins Konzert oder in die Ausstellung gehen? Ins Musical oder zur Lesung? Das Kultur-Angebot in der Region ist groß. Worauf wir uns besonders freuen, erzählen wir freitags in der Kolumne „Ausgesucht“.