Ludwigshafen
Kohlgrübers Elfmeter entscheidet: Bezirksligist FG 08 Mutterstadt besiegt VfR Frankenthal
Das ist für den Bezirksligisten FG 08 Mutterstadt gerade noch einmal gut gegangen. Ein spätes Elfmetertor von Jens Kohlgrüber sicherte in einer zerfahrenen Begegnung den 1:0 (0:0)-Sieg gegen den VfR Frankenthal.
Jens Kohlgrüber war schon auf dem Weg nach vorne, drehte sich noch einmal zu Trainer Michael Drese um und bekam den Zuschlag. Der 28-jährige Innenverteidiger der Mutterstadter schnappte sich den Ball und verwandelte den von Fatih Sezgin an Marco Reithermann verursachten Elfmeter zum einzigen Tor (86.). Dieser Treffer brachte der FG drei Zähler. „Klar, ist es nicht so ohne, so spät beim Stand von 0:0 einen Elfmeter zu schießen. Aber ich war mir relativ sicher, zu verwandeln“, sagte Kohlgrüber, der bis auf ein, zwei Wackler eine starke Vorstellung bot.
„Eine Bank“, sagte der Coach zur Leistung seines Abwehrchefs. Sechs Minuten zuvor hatte es nach Foul von Uwe Rebholz an David Höll bereits Elfmeter für die FG gegeben, doch den schoss Simon Schneider am Tor vorbei. Die Frage, ob er da nicht auch schon hätte schießen wollen, beantwortete Kohlgrüber so: „Doch, aber Simon hat signalisiert, dass er schießen will. Und ich dränge mich da nicht auf.“ Das wird künftig vielleicht anders aussehen.
Spiel hat Phasen völligen Leerlaufs
Drei Niederlagen in Folge hatten bei der FG trotz eines Chancenplus’ Spuren hinterlassen. Die erste Halbzeit einer Partie auf arg überschaubarem Niveau war gekennzeichnet von Fehlpässen, Missverständnissen, geringem Tempo, technischen Unzulänglichkeiten und Phasen völligen Leerlaufs. Gut für Mutterstadt, dass Frankenthal nicht besser war. Vielleicht hätte sich das Spiel anders entwickelt, wenn Adnan Mujagics 18-Meter-Schuss im Tor statt am Pfosten gelandet wäre (5.). Die größte Möglichkeit hatten aber die Gäste, als Spielertrainer Tim Graf nach einem klasse Pass von Francisco Cetin in die Schnittstelle der FG-Viererkette den Ball am Tor vorbeischoss (27.).
Trainer Drese, der im ersten Durchgang sein Offensivquartett rochieren ließ, verstärkte mit der Einwechslung von Marco Reithermann die Bemühungen. Die FG agierte jetzt mit fünf Offensivkräften. Das Ergebnis war bescheiden, denn wieder hatte der VfR die beste Möglichkeit, als Timucin Sürmen nach einem Konter und Pass von Cetin das Außennetz traf (67.).
Ausschlaggebend für den Elfmeter, der zum Siegtor führte, war ein Ballgewinn von Verteidiger Jan Weingarte, der viel für die Offensive tat. „Es war ein Kampfspiel. Ich habe nach Simons Fehlschuss noch an den Sieg geglaubt“, sagte das 23-jährige Eigengewächs der FG. „Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt, aber der Wille war erkennbar. Ich bin froh über die drei Punkte“, resümierte Drese.
So spielten sie
FG 08 Mutterstadt:
Härtel - Stoye, Pankner, Kohlgrüber, Weingarte - Nothaft (46. Marco Reithermann), Mujagic - Bühler, Drese (71. Daniel Behling), Simon Schneider (80. Cruz) - Höll
VfR Frankenthal:
Czerwinski - Ksinzik (64. Sürmen), Rebholz, Arslan, Libori - Braun, Sezgin, Sen - Moncada (71. Syla), Cetin, Graf (81. Klockner)
Tor:
1:0 Kohlgrüber (86. Foulelfmeter) - Gelbe Karten: Höll, Stoye, Reithermann - Ksinzik, Graf, Libori, Braun - Gelb-Rote Karte: Sen (90.) - Beste Spieler: Kohlgrüber, Mujagic, Weingarte - Rebholz, Sen, Cetin - Zuschauer: 100 - Schiedsrichterin: Burkhart (Birkweiler).