Ludwigshafen Knapp 1000 Ausbildungsplätze noch unbesetzt

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Zum 1. Februar waren noch 977 Ausbildungsplätze in Ludwigshafen für das neue Ausbildungsjahr offen. Im Agenturbezirk der Bundesagentur für Arbeit Ludwigshafen, also mit Speyer und Frankenthal, sind es sogar rund 1600 Stellen. Eine Möglichkeit, sich einen davon zu sichern, bietet seit gestern die Ausbildungsbörse in der Rhein-Galerie.

Die Interessenslage sei sehr unterschiedlich, bilanzierte Matthias Röder, der bei den angehenden Schulabgängern für die Ausbildung bei der Polizei warb: „Am Vormittag kommen hauptsächlich Schulklassen mit Laufzetteln. Am Nachmittag kommen die Schulabgänger alleine oder mit ihren Eltern. Die kommen freiwillig“, nannte er die beiden unterschiedlichen Hauptgruppen. Er selbst konnte dabei aus erster Hand von der Ausbildung berichten. „Ich mache das gerne. Schließlich habe ich selbst noch nicht so lange ausgelernt. Meine Eindrücke sind noch frisch“, schilderte er. Die Grundvoraussetzung für seinen Beruf: „Das Wichtigste ist die deutsche Sprache.“ Eine Vorgabe, die für alle 30 Anbieter galt. Für einen ersten Kontakt ist es jedoch nie zu früh. Deshalb halfen die Dolmetscherinnen der Initiative „Brückenbauer“ den Jugendlichen aus der Sprachschulklasse der BBS Technik 2 bei der Orientierung in der Berufswelt. „Wir hatten Dolmetscher für Bulgarisch, Russisch, Serbokroatisch, Albanisch und Arabisch“, berichtete Teamleiterin Annette Wroz von der Bundesagentur für Arbeit. Und alle waren mit ihren Teams in der jeweiligen Sprache unterwegs. „Der Bedarf an Mehrinformation ist groß. Vieles hängt an der Sprache. Aber es ist auch schwierig, weil die Gruppen nicht homogen sind. Bei mir waren Leute dabei, die schon seit drei Jahren Deutsch lernen, während andere erst seit ein paar Wochen hier sind“, berichtete Albena Angelova-Göser, die eine Gruppe junger Bulgaren durchs Einkaufszentrum führte. „Es ist schwierig, sie da an einem Punkt abzuholen.“ Nicht nur die Zugangsqualifikation sei sehr unterschiedlich gewesen, sondern auch das Interesse. „Nur einer war dabei, der in Kroatien bereits eine Ausbildung als Pfleger begonnen hatte, aber aufhören musste, weil er mit seinen Eltern nach Deutschland kam. Er hat sich beim Klinikum sehr interessiert nach einer möglichen Fortsetzung seiner Ausbildung erkundigt.“ Aber auch ihn musste Ausbildungsleiter Stephan Fingerle zunächst einmal vertrösten: „Natürlich suchen wir gerade in den Pflegeberufen Personal. Die Zukunftsaussichten dafür sind hervorragend. Aber Zugangsvoraussetzung ist nun einmal die Sprache.“ Zweisprachig sei die Chance auf eine Ausbildung dann wiederum sogar hervorragend. Mit der Resonanz nach den ersten Stunden zeigte er sich zufrieden: „Wir sind zum ersten Mal hier, weil wir hier nah bei unserer Zielgruppe sind. Und es lässt sich hervorragend an.“ Eine Zwischenbilanz, die auch für Sparkasse, Stadtverwaltung, BASF und alle anderen galt. Noch Fragen? Noch heute, 10 bis 20 Uhr, werben 30 Ausbildungsbetriebe bei der gemeinsamen Ausbildungsbörse von Arbeitsagentur und Einkaufszentrum in der Rhein-Galerie um Interessenten für über 100 Ausbildungsberufe. (env)

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