Mannheim / Heidelberg Klinikverbund Mannheim-Heidelberg: Endgültig grünes Licht vom Land
(aktualisiert 17.30 Uhr) Der Klinikverbund Mannheim-Heidelberg ist endgültig fix. Das Landeskabinett hat in seiner Sitzung am Dienstag die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Realisierung beschlossen. Das haben die beiden Mannheimer Landtagsabgeordneten Susanne Aschhoff und Elke Zimmer sowie die Heidelberger Fraktionskollegin Marilena Geugjes (alle Grüne) mitgeteilt.
Sie betonten, dass dies ein großer gesundheitspolitischer Erfolg sei, der das Uniklinikum Mannheim sichere und Heidelberg als führenden Forschungsstandort stärke. Für die Stadt Mannheim, die Jahr für Jahr für Millionendefizite des Krankenhauses in die Bresche springt, bedeutet das eine deutliche finanzielle Entlastung.
Heidelberger Führung
Die Heidelberger Uniklinik als Tochter des Landes Baden-Württemberg soll 89,9 Prozent der Anteile der Mannheimer Universitätsmedizin übernehmen. Der Rest der Anteile verbleibt bei der Stadt Mannheim. „Jetzt unterstützen wir den Start des Klinikverbunds noch einmal mit Leistungen im Wert von bis zu 300 Millionen Euro“, betonte Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU). Davon sollen alleine 205 Millionen Euro in das große Neubau-Projekt auf dem Klinikum-Gelände fließen. Dafür ist eine Sonderverschuldung vorgesehen. Hinzu kommen laut Specht Grundstücke für neue Forschungseinrichtungen und die Verbesserung der Infrastruktur rund um den Klinik-Campus.
Mit Blick auf die städtischen Betriebskostenzuschüsse sagte der Oberbürgermeister: „Ab 1. Januar sind wir raus.“ Anfallende Defizite übernimmt dann das Land. Nach den Planungen soll der Verbund zu Beginn des kommenden Jahres formal seine Arbeit aufnehmen – unter der strategischen Führung des Universitätsklinikums Heidelberg. Ziel ist es, Synergieeffekte zu schaffen. Geplant ist ein sechsköpfiger Verbundvorstand, den ein Vorsitzender leitet. Der Mannheimer Gemeinderat hat den Verbund am Dienstagabend einstimmig abgesegnet.