Ludwigshafen
Klinikum: Minister Ebling weiht Notfallmedizinisches Zentrum ein
Innenminister Michael Ebling (SPD) hatte für den Festakt am Samstag eine Ernennungsurkunde und ein in Stein gehauenes Wappen mitgebracht. Ein NZ sei mehr als ein Ort der Behandlung. „Es ist ein Motor der Qualität“, betonte der Minister im Hörsaal des Klinikums. Dieser stehe für die ständige Fortbildung im Bereich der Notfallmedizin. „Aber es braucht nicht nur die Ausstattung, sondern auch die Persönlichkeiten“, so Ebling. Und auch diese seien in Ludwigshafen vertreten. In Person des strategischen Vordenkers, Professor Wolfgang Zink, als Klinikdirektor, und durch Oberarzt Michael Wolf, „eine der Schlüsselfiguren der Notfallmedizin im Land“, lobte Ebling.
Beeindruckende Zahlen
Die Persönlichkeiten und das gesamte Team seien der Schlüssel zum Erfolg, betonte auch Professor Markus Müller, Ärztlicher Direktor des Klinikums. Für ihn habe die Ernennung Signalwirkung „Man sieht, dass hier in Ludwigshafen Spitzenmedizin zu Hause ist und dass die Zusammenarbeit funktioniert.“ So bringe das Klinikum seine Stärken in Herzmedizin und Schlaganfallversorgung in das landesweite Netzwerk ein. Allein die Zahlen seien beeindruckend. So fahren die Experten im Notarztwagen zu rund 2700 Einsätzen im Jahr. In der Notaufnahme werden jährlich rund 52.000 Patienten erstbehandelt, darunter 235 Herzinfarkte und 901 Schlaganfälle. „Damit sind wir eine der größten Notaufnahmen des Landes“, betonten die Fachmediziner Peter Brenk und Michael Wolf.
Notaufnahme wird umgebaut
Die Kapazität werde sogar noch erweitert, denn noch im November beginne der Umbau der Notaufnahme am Klinikum. Im Anschluss sollen aus 27 Behandlungsplätzen, inklusive der drei Schockräume, 42 Plätze entstanden sein. Nicht nur deshalb betonte Minister Ebling: „Für uns ist die Notfallmedizin eine der tragenden Säulen des Gesundheitssystems in Rheinland-Pfalz.“
Für die Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums, Jutta Steinruck (parteilos), ist Notfallmedizin „gelebte Verantwortung.“ Immerhin sei hier oft nicht nur sekundenschnelles, sondern jederzeit auch fachlich fundiertes Eingreifen gefragt. „Notfallmediziner übernehmen Verantwortung, wo andere noch zögern und überlegen.“ Für sie ist die Auszeichnung daher nicht nur eine Momentaufnahme, denn vor dem finalen Akt sei über Jahre erhebliche Vorarbeit geleistet worden.
140 Patienten an Spitzentagen
Das betonte auch der kaufmännische Geschäftsführer des Hauses, Jan Stanslowski: „An Spitzentagen versorgen wir über 140 Patienten.“ Das sei nur durch ein qualifiziertes Team möglich. „Für uns ist die Ernennung zum NZ deshalb nicht nur Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit, sondern der Auftrag, diese Arbeit weiter auszubauen.“ Das gesamte Team habe den festen Willen, dieser Verantwortung gerecht zu werden. Dazu zähle auch die ständige Aus- und Weiterbildung für Notfallmediziner und Rettungssanitäter. Außerdem zähle die fachliche Unterstützung, die Weitergabe rettungsdienstlicher Erfahrungen an das landesweite Personal und die Pflege der Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten, anderen Krankenhäusern und Behandlungseinrichtungen oder relevanten Dienststellen zu den Aufgaben. In jedem Fall sei die Ernennung Ausdruck großer Wertschätzung von Seiten des Landes, so Stanslowski.