Ludwigshafen Kitas werden jetzt zentral verwaltet

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Es tut sich viel in der protestantischen Kirche Ludwigshafen: Seit Dezember läuft das Klimaschutz-Teilkonzept für die Gebäude des Kirchenbezirks, seit dem 1. Januar ist der neue Träger aller protestantischen Kitas am Start – und im letzten Themenjahr der Lutherdekade soll der interreligiöse Dialog im Mittelpunkt stehen.

Seit dem 1. Januar haben die 20 Kindertagesstätten des Kirchenbezirks, in denen rund 1500 Kinder von über 300 Mitarbeitern betreut werden, einen gemeinsamen Träger. Waren zuvor die 14 Pfarrer jeweils für die Kitas in ihrer Gemeinde zuständig, hat nun der „Verbund Protestantischer Kindertageseinrichtungen im Protestantischen Kirchenbezirk Ludwigshafen – „Gemeinsam unter ein Dach“, wie der etwas sperrige Name lautet, die Betriebsträgerschaft übernommen. „Die religionspädagogische Arbeit und auch die Gebäudeträgerschaft verbleiben weiterhin bei den Gemeinden“, grenzt der theologische Leiter, Pfarrer Frank Wolf, die Zuständigkeiten ab. Unterstützt wird er von Susann Wagner, die die pädagogische Leitung übernommen hat. Drei Jahre lang dauerten die Vorbereitungen für den neuen Verbund, der kirchenrechtlich den Status einer „Besonderen Gesamtkirchengemeinde“ hat. Der Ludwigshafener Kirchenbezirk hat mit diesem Trägermodell Neuland betreten, das durchaus Vorbild für andere Kirchenbezirke sei, wie Dekanin Barbara Kohlstruck berichtet. „Ziel war es, die Pfarrer von den immer komplexer werdenden Anforderungen an Träger zu entlasten“, erläutert die Dekanin. So bleibe den Pfarrern nun mehr Raum für religionspädagogische Arbeit. Seit Dezember 2015 wird im Kirchenbezirk das Klimaschutz-Teilkonzept umgesetzt. Dazu werden sämtliche Gebäude – 70 an der Zahl – des Protestantischen Kirchenbezirks von Experten begangen und systematisch erfasst. „Am Ende steht für jede Gemeinde ein Bericht über den Zustand ihrer Gebäude sowie Empfehlungen zum Erhalt von Gebäuden und zur energetischen Sanierung“, erläutert Kohlstruck. Die Ergebnisse der rund 90.000 Euro teuren Maßnahme werden im Spätsommer erwartet. Die Hälfte der Kosten trägt das Bundesministerium für Umwelt, der Rest wird aus Mitteln der Landeskirche für Klimaschutzmaßnahmen finanziert. Und auch das Reformationsjubiläum 2017 wirft seine Schatten voraus: Im letzten Jahr der Lutherdekade plant der Kirchenbezirk Veranstaltungen, Gottesdienste und Feste unter dem Moto: „Reformation und die Eine Welt“. „Die Reformation hat sich nicht nur auf Deutschland und Europa beschränkt, sondern war ein die ganze Welt bewegendes und veränderndes Ereignis“, führt die Dekanin aus. So lebe heute die große Mehrheit der Christen außerhalb Europas, aber es seien auch 19 Gemeinden von Christen anderer Herkunft und Sprachen in Ludwigshafen aktiv. „Wir wollen das Jahr nutzen, um uns anzunähern und die Kontakte zu intensivieren“, so Kohlstruck. Ein Themenschwerpunkt wird 2016 daher der interreligiöse Dialog sein. So ist für den 8. Mai die Gründung des „Forums der Religionen“ geplant. Das Jahresprogrammheft zum Themenjahr wird in Kürze erscheinen. Barbara Kohlstruck stellte außerdem mit Pfarrer Götz Geburek den neuen Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragten des Kirchenbezirks vor. Geburek, der zuvor über 14 Jahre Pfarrer in Maudach war, folgt auf Pfarrerin Barbara Schipper, die nach Süd gewechselt ist. Die vakante Citykirchen-Pfarrerstelle wird nach Ostern neu besetzt. (rad)

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