Ein Bild und seine Geschichte
Kinderspaß im Hüpfburgenpark
Alljährlich gastiert die Betreiberfamilie Riedesel mit ihrem Weihnachtszirkus in Ludwigshafen, in einem halben Jahr zum 20. Mal. Zum ersten Mal ist das Familienunternehmen nun im Sommer mit ihrem Open-Air-Kinderspielplatz „Dino’s Hüpfburgenpark“ auf den Platz vor die Eberthalle gezogen. Kleinere und größere Kinder können dort unbeschwert springen und toben. Eltern und Großeltern können sich die Wartezeit auf Bänken und an Tischen unter großen Zeltdächern verkürzen.
Schon kurz nach der Öffnung um 14 Uhr füllt sich das abgezäunte Hüpfburgen-Areal auf dem großen Parkplatz vor der Eberthalle mit Kindern, Müttern und Familien, auch etliche Großeltern sind mit ihren Enkeln gekommen. Die Kinder sind vom Anblick der unterschiedlichen Hüpfburgen begeistert, können es kaum erwarten, sie zu erobern. Die bunten Gebilde greifen beliebte Themen wie Dinosaurier, Spiderman oder Tierfiguren auf. Neben einer Wasserrutsche und einer neun Meter hohen Riesenrutsche gibt es einen mit Wasser gefüllten Pool, in dem die Kinder mit kleinen Booten herumpaddeln können.
15 Hüpfburgen aufgeblasen
In einem anderen Parcours können junge Rennfahrer auf einem Elektro-Gocart ihre Runden drehen. Begeistert stürzen sich die Kinder auf die Attraktionen, wachsam beäugt von den Eltern und Großeltern. Die etwas größeren Kinder sausen schon selbstständig hin und her. „Wir sind jetzt das erste Mal mit unserem Sommerprogramm in Ludwigshafen. Die Jahre vorher gab es immer Terminprobleme. Dieses Mal hat es endlich geklappt“, erzählt Rita Riedesel, Seniorchefin des Familienunternehmens. Mit dem Hüpfburgenpark sei die Familie seit fünf Jahren im Sommer in der gesamten Vorderpfalz, Nordbaden und Südhessen unterwegs, habe auch schon öfter in Frankenthal und Neuhofen Station gemacht. Nur eben nicht in Ludwigshafen.
„Wir sind überrascht, wie gut das hier ankommt“, freut sich die 63-Jährige. Am Sonntag seien den ganzen Tag über 300 bis 400 Besucher gekommen. Das entschädigte für den Auftakt: „Bei der Eröffnung am Freitag hatten wir Pech, da hat es geregnet.“ Nur bei allzu starkem Regen müsse der Hüpfburgen-Park geschlossen bleiben, verweist sie auf die Sicherheitsauflagen. Einige der 15 aufgeblasenen Hüpfburgen richten sich von ihrer Gestaltung her eher an kleine Kinder ab zwei Jahren, andere wie der 25 Meter lange Dino-Parcours oder der „Spiderman“ sind eher für die Größeren geeignet.
Wasserrutsche zur Abkühlung
Dem Reiz der neun Meter hohen Riesenrutsche könnten auch manche Erwachsene nicht widerstehen, hat sie beobachtet. „An wirklich heißen Tagen nehmen wir zusätzlich die Wasserrutsche in Betrieb“, kündigt die Seniorchefin an. Die Sprühanlage verteile ihren kühlenden Nebel dann über den halben Platz. Damit alle Hüpfburgen die ganze Zeit über prall und stabil bleiben, sorgen Gebläsemotoren für ständigen Druckluft-Nachschub. Trotz gestiegener Strompreise sei auf eine Erhöhung der Eintrittspreise verzichtet worden.
In der Mitte des Hüpfburgen-Areals sind große Zeltdächer gespannt worden. Geschützt vor der Sonne, lässt es sich an den Tischen und Bänken darunter gut aushalten. Natürlich sei der Spiele-Park im Freien stark vom Wetter abhängig, räumt Riedesel ein. Trotz des durchwachsenen Wetters sei man mit der Resonanz jedoch ganz zufrieden. Der Vorplatz der Eberthalle sei „traumhaft“ für die Hüpfburg-Landschaft, lobt sie. Sie seien umgeben von Grün und Bäumen, mitten in der Stadt und mit großem Parkplatz sowie ÖPNV-Anschluss.
Von den Besuchern des Hüpfburgen-Parks habe sie schon viele positive Kommentare gehört. Es seien Ferien, die Kinder wollten etwas erleben. Die meisten Besucher blieben mehrere Stunden, manche auch den ganzen Tag. Man könne auch weggehen und später wiederkommen. „Die Eltern sind dankbar, weil die Kids nach einem Besuch bei uns so müde sind, dass sie daheim gern ins Bett fallen“, lacht die 63-Jährige, die sich als Mutter von fünf Kindern weiß, wovon sie spricht.
Jubiläumsprogramm im Zirkus
Weil dieses Jahr das 20. Jubiläum des Ludwigshafener Weihnachtszirkus’ ansteht, habe die Familie ein besonderes Programm zusammengestellt, blickt sie voraus. Mit dabei seien Weltklasse-Artisten vom Zirkusfestival in Monte Carlo, wirbt die Seniorchefin. Zwischen Zirkus im Winter und Hüpfburgen im Sommer hat die Zirkusfamilie Riedesel auch im Frühjahr und Herbst keine Pause. In Kooperation mit Schulen werden dann Zirkus-Projektwochen angeboten. Die Kinder werden dabei eine Woche lang den ganzen Tag beschäftigt, lernen das Training der Artisten und Clowns kennen und bringen sich selbst ein. In Bürstadt und Mannheim hätten die Zirkus-Schulprojekte bereits mit Erfolg stattgefunden. Aus Ludwigshafen sei trotz Anfragen noch kein Interesse gezeigt worden, bedauert sie.
Bis einschließlich Sonntag, 6. August, gastiert Pino’s Hüpfburgenpark noch vor der Eberthalle. Dann zieht er weiter ins hessische Walldorf-Mörfelden.