Radsport Kerweradrennen in Mutterstadt zum 41. Mal
Seinen 100. Sieg hat er als Radsportler bereits gefeiert. Aber Andreas Mayr, der 40 Jahre alte Schwabe im Dienste des Radsportclub (RSC) Kempten, hat ein klares Ziel vor Augen: Er möchte auf dem Kerwerradrennen in Mutterstadt, das am kommenden Montag bereits zum 41.Mal stattfindet, erneut ganz oben auf dem Treppchen stehen. Ohnehin ist die Pfalz seine sportliche Heimat geworden. Bereits vier Siege, darunter in Bellheim und in Neustadt-Duttweiler, hat Mayr, der als pfeilschneller Sprinter bekannt ist, in dieser Saison eingefahren. So möchte er nun eine Woche nach dem Dreifach-Triumph seines Teamkollegen Moritz Augenstein bei den Deutschen Bahnradmeisterschaften in Berlin ganz weit vorne landen.
Knapp 50 Akteure haben sich zum Hauptrennen am Montag angemeldet. An dem Team des RSC Kempten wird dennoch nichts vorbeiführen. Und sollten Mayr oder Augenstein keinen Sieg einfahren, dann haben die Allgäuer noch einige Kameraden im Boot, die ebenso für eine Überraschung sorgen könnten. Nicht zu unterschätzen ist Marc Dörrie, der im Trikot von Bellheimer Silberpils in diesem Jahr häufiger zu sehen war. Genau wie Joshua Asel und Kai Hliza aus dem Roschbacher Team Möbel Ehrmann. Auch mit Florian Tenbruck (Fratelli Racing Team) sowie mit Queidersbacher Max Märkl (Team Storck Metropol Cycling) ist zu rechnen.
Viele Prämien zu gewinnen
Das Rennen in Mutterstadt findet einen Tag nach dem Finale bei der Deutschland-Tour statt. Erstmals liegt die Verantwortung des Renntages in den Händen von Benjamin Keller, der auf Joachim Speckmann folgte. Speckmann verkündete nach der 40. Auflage aus altersbedingten Gründen seinen Rückzug.
Mit dem Wechsel auf Keller scheint der Fortbestand des traditionsreichen Rennens gesichert zu sein. Los geht es am Montagabend um 16.30 Uhr mit dem Wettbewerb der Amateure über 48 Runden um dem Großen Preis der Gemeinde Mutterstadt und der Sparkasse Vorderpfalz. 62.4 Kilometer haben die Akteure auf dem kurvenreichen Rundkurs im Herzen der Gemeinde zu bewältigen. Sieben Runden mehr müssen die Elite-Amateure bestreiten, deren Startschuss um 18 Uhr erfolgt. Bei ihnen geht es um den Ehrenpreis der Firma Zeller Recycling GmbH. Ein Novum ist in Mutterstadt, dass neben der Gemeinde und der Sparkasse das örtliche Unternehmen seit über einem Jahrzehnt dem ausrichtenden RSC Ludwigshafen die Treue hält, und damit das Überleben des beliebten Kerweradrennens sichert. Und nicht nur das: In fast allen Runden gibt es Prämien, was die Attraktivität der Wettbewerbe deutlich erhöhen dürfte.