Irgendwo in LU RHEINPFALZ Plus Artikel „Keine einzige Musikgruppe auf Maudacher Kerweumzug“

Gertrude und Johann Klein im Gespräch mit Gerhard Bühler.
Gertrude und Johann Klein im Gespräch mit Gerhard Bühler.

„Irgendwo in LU“ sind wir jede Woche auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Am Montag haben wir vor dem Gesundheitszentrum in der Gartenstadt Gertrude Klein getroffen. Die 73-Jährige wartet vor der Apotheke auf ihren Ehemann, der später zum Interview hinzustößt. Die treuen RHEINPFALZ-Leser kennen die Interview-Serie gut, in deren Mittelpunkt sie nun ihrerseits stehen.

Was führt Sie heute vors Gesundheitszentrum in der Gartenstadt?
Ich warte hier auf meinen Mann, der hat heute einen Arzttermin. Wir kommen aus Maudach.

Da wohnt es sich recht gut, oder?
Ja, eigentlich schon. Wir sind ganz zufrieden. Wir wohnen mitten im Ort. Nur manchmal gibt es schlechte Luft und üble Gerüche. Die ziehen von Mutterstadt herüber, da ist eine Firma ansässig, die Container reinigt.

Johann Klein: Manchmal kommen solche Gerüche auch von den modernden Grünabfällen auf den Feldern.

Wohnen Sie schon lange in Maudach?
Wir leben seit 30 Jahren in Maudach und insgesamt schon seit 40 Jahren in Ludwigshafen. Inzwischen sind wir im Ruhestand. Ich bin 76 Jahre alt, früher habe ich als Schlosser gearbeitet, zuletzt bei der Firma Linde.

Und wo haben Sie gelebt, bevor Sie nach Ludwigshafen gekommen sind?
Wir kommen ursprünglich aus dem Banat und gehören damit zu den sogenannten Donauschwaben. Unsere Vorfahren sind aber nicht aus Schwaben, sondern im Jahr 1766 aus dem Hunsrück dorthin ausgewandert. Bis 1918 hat das Banat zur Monarchie Österreich-Ungarn gehört. Seitdem gehört der größte Teil des Banats zu Rumänien.

In Maudach wurde am Wochenende Kerwe gefeiert, waren Sie mit von der Partie?
Wir waren nur kurz auf der Kerwe und haben den Umzug angesehen. Wir finden es schade, dass dieses Mal keine einzige Musikgruppe dabei war.

Am Wochenende ist die Bundesgartenschau in Mannheim zu Ende gegangen. War die nach Ihrem Geschmack?
Wir wären sehr gerne hingegangen, konnten das aber wegen gesundheitlicher Probleme nicht. Das ist sehr schade. Aber wenn es nicht geht, geht’s eben nicht.

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