Ludwigshafen Kartes zur Kohl-Stiftung: „Auch Argumente für Berlin“

Torbjörn Kartes, im Hintergrund ein Bild mit Helmut Kohl.
Torbjörn Kartes, im Hintergrund ein Bild mit Helmut Kohl.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal, Torbjörn Kartes, sieht seine Partei geschlossen hinter dem Projekt, eine Bundeskanzler-Helmut-Kohl-Stiftung zu errichten. Dass dies nun in Berlin statt in Ludwigshafen geschehen soll, sei nicht entscheidend. „Es gibt gute Argumente für Ludwigshafen, aber natürlich auch für Berlin“, so der 42-jährige CDU-Politiker, der seit dieser Legislaturperiode Helmut Kohls alten Wahlkreis im Parlament vertritt.

„Brücke schlagen zwischen LU und Berlin“

Entscheidend sei, „im Wirken der Stiftung die Brücke zwischen Ludwigshafen und Berlin“ zu schlagen. Die Grundlage für die Stiftung ist ein Bundesgesetz, das der Bundestag am Donnerstagabend abschließend beschließen wollte. Kartes weiter: „Wenn die Gremien besetzt sind, sollte die Stiftung auch die Bedeutung seiner Heimatstadt für das Wirken des Altkanzlers angemessen würdigen.“

„Dank und Anerkennung“

Die Deutschen seien Kohl „zu großem Dank und Anerkennung verpflichtet“, betonte Kartes. Es sei gut, dass die Stiftung nun auf den Weg gebracht worden sei, damit das Andenken an Kohl bewahrt und die kritische Auseinandersetzung mit seiner Person und seiner Lebensleistung möglich sei.

Zum Dissens zwischen der CDU-Spitze und Kohls Alleinerbin bei der Vorbereitung der Stiftung, sagt Kartes: „Ich bin überzeugt, dass man alles Weitere noch immer gemeinsam gestalten kann. Ich nehme auch keinen Graben zwischen Kohl und der CDU wahr.“

Kohls Witwe Maike Kohl-Richter hat am Mittwoch in einem Statement erklärt, dass der Umgang der Partei mit der Spendenaffäre 1999 noch nicht hinreichend aufgearbeitet sei, um vertrauensvoll miteinander zu arbeiten.

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