Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Kampfansage an Konkurrenz

Selina Dal vom BASF TC Ludwigshafen gewann ihre Einzel gegen Anne Zehetgruber klar mit 6:2 und 6:4.
Selina Dal vom BASF TC Ludwigshafen gewann ihre Einzel gegen Anne Zehetgruber klar mit 6:2 und 6:4.

Der BASF TC Ludwigshafen ist mit einem 18:3-Erfolg gegen den TC Oppau in die Damen-Oberliga-Tennissaison gestartet. Das ist ein standesgemäßer Erfolg, denn der BASF TC verfolgt diese Medenrunde große Ziele. Bei dem Vorhaben gibt es aber klare Regeln.

Immerhin: In der Grundeinstellung stimmten beide Teams überein: „Endlich wieder Tennis“, hieß es sowohl aus dem Lager der Gastgeberinnen als auch bei den Gästen aus Oppau. Damit waren die Übereinstimmungen allerdings auch schon abgehakt. Denn während die Saison auf Oppauer Seite lediglich dem Spaß am Spiel gilt, haben die BASF-Damen sportliche Ambitionen. „Wir wollen mit unserem Unterbau in die Dritte Liga aufsteigen, um unsere Nachwuchsspielerinnen langsam an die Bundesligamannschaften heranzuführen“, stellte Trainer Denis Gremelmayr klar.

Entsprechend einseitig verlief auch das Spielgeschehen auf den Plätzen beim BASF TC Ludwigshafen. Den Oppauerinnen war die fehlende Matchpraxis in den vergangenen Wochen deutlich anzumerken. „Ich habe lange gebraucht, um überhaupt ins Spiel zu kommen. Und als ich es geschafft hatte, war es auch schon vorbei“, umschrieb Oppaus Mannschaftsführerin Anne Zehetgruber ihre Niederlage gegen Selina Dal. „Man muss die wenigen Chancen gegen sie nutzen. Das habe ich nicht geschafft“, bilanzierte sie. Als Grund dafür nannte sie den Trainingsrückstand. „Bis vor ein paar Tagen wussten wir noch nicht, ob wir überhaupt spielen“, erklärte sie für sich und ihre Mannschaftskolleginnen. Man habe sich bei der Abstimmung für einen späteren Saisonstart ausgesprochen, sei aber überstimmt worden. „Jetzt freuen wir uns eben auf die Matches und versuchen Spaß zu haben.“ Es sei schließlich beruhigend, dass die Liga ohne Absteiger startet und man damit ohne Druck antreten könne, sagte Zehetgruber.

Viel Tempo und druckvolle Schläge

Anders sah das bei den Gastgeberinnen aus. Da unterstrich beispielsweise die 17 Jahre alte Nastasja Schunk ihre Ambitionen im Spitzeneinzel gegen ihre Altersgenossin Dana Heimen. Nur im ersten Satz konnte Heimen im besten Einzel des Tages mithalten. Da beeindruckten beide Spielerinnen mit sehr viel Tempo, druckvollen Schlägen und deutlich mehr Winnern als Fehlern. Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Hier spielte Schunk, die sich vorige Woche bei DTB-Pro-Series-Tour schon einiges an Wettkampfhärte geholt hatte, konstant gut weiter. Bei der Oppauerin häuften sich dagegen die Fehler. „Ich habe meinen Rhythmus schneller gefunden“, bilanzierte sie nach dem 6:3, 6:1-Erfolg zufrieden.

Einen guten Eindruck hinterließ außerdem Caroline Brack bei ihrer Premiere für den BASF TC, die ebenso problemlos mit 6:1, 6:1 (gegen Carolin Eisele) siegte, wie BASF-Mannschaftsführerin Michelle Roth (gegen Lisa Ilzhöfer). Lediglich Hannah Amling musste an Punkt fünf gegen Olga Schick ein wenig länger kämpfen, siegte aber ebenso sicher in zwei Sätzen und brachte damit schon den Sieg nach den Einzeln in trockene Tücher.

Aufstieg in die Regionalliga ist das Ziel

„Das ist nur ein Zwischenschritt“, stellte BASF-TC-Trainer Gremelmayr klar: „Wir haben eine starke Oberligamannschaft und wollen damit am Ende auch oben stehen.“ Der Blick geht schon zu Saisonbeginn in Richtung der Aufstiegsspiele gegen die Mannschaften aus Hessen und Baden. „Unser Ziel ist die Regionalliga“, betonte Gremlmayr. Dafür werde die Mannschaft sogar noch verstärkt. Natürlich nicht durch ausländische Spielerinnen, „aber ab nächster Woche haben wir auch noch Nora Niedmers in der Aufstellung“, kündigte er an. Das nennt man eine Kampfansage.

So spielten sie

Einzel: Nastasja Schunk – Dana Heimen 6:3, 6:1; Selina Dal - Anne Zehetgruber 6:2, 6:4; Sarah Nikocevic - Madeleine Geibert 6:2, 6:2; Michelle Roth – Lisa Ilzhöfer 6:1, 6:1; Hannah Amling – Olga Schick 6:4, 6:3; Caroline Brack – Carolin Eisele 6:1, 6:1 – Doppel: Nikocevic/Brack – Ilzhöfer/Schick 6:4, 6:3; Amling/Roth – Geibert/Eisele 6:4, 6:3; Schunk/Dal – Heimen/Zehetgruber 6:0, 5:7, 7:10.

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