Firmenporträt RHEINPFALZ Plus Artikel Juwelier Schröder: Spezialist für Edelsteinschmuck

Seit 1976 gibt es das Juweliergeschäft Schröder in der Bahnhofstraße. Mutter Eva und Sohn Maximilian Schröder führen den Laden i
Seit 1976 gibt es das Juweliergeschäft Schröder in der Bahnhofstraße. Mutter Eva und Sohn Maximilian Schröder führen den Laden in zweiter und dritter Generation.

Inhabergeführte Fachgeschäfte sind mittlerweile Mangelware in der Innenstadt. Zu den wenigen dieser Art gehört das Juweliergeschäft Schröder in der Bahnhofstraße. Dank der eigenen Werkstatt kommen viele Kunden von außerhalb, um hier ihren Schmuck fertigen zu lassen.

In zweiter und dritter Generation wird das Juweliergeschäft inzwischen von Eva und Bernd Schröder gemeinsam mit Sohn Maximilian geführt. Als große Stärke des Unternehmens nennt der 31-Jährige beim Besuch der RHEINPFALZ die Kundenberatung sowie die eigene Werkstatt des Meisterbetriebs für Goldschmiede- und Edelsteinarbeiten, die individuelle Anfertigungen und Umarbeitungen nach Kundenwünschen möglich mache.

Der Laden gehört in Ludwigshafen zu den Traditionsgeschäften: Im Jahr 1976 hat Wilhelmine Schröder das Juweliergeschäft in der Bahnhofstraße eröffnet – damals noch im hinteren Teil der belebten Straße. Später haben das Geschäft Sohn Bernd zusammen mit seiner Ehefrau Eva übernommen. Als ausgebildeter Goldschmiedemeister und Edelsteinfasser ist Bernd Schröder noch immer für die Ausführung der handwerklichen Arbeiten zuständig. Seit sieben Jahren ist auch Sohn Maximilian ins Geschäft eingestiegen, das vor einigen Jahren innerhalb der Bahnhofstraße in den vorderen Teil der Straße zwischen der Fußgängerzone und dem Ludwigsplatz umgezogen ist.

Schmuckdesign studiert

Maximilian Schröder hat an der Hochschule in Idar-Oberstein erfolgreich ein Studium für Edelstein- und Schmuckdesign absolviert. Der 31-Jährige legt großen Wert auf die Feststellung, dass es im familiengeführten Juweliergeschäft nicht um den Verkauf von Goldschmuck „von der Stange“ mit möglichst viel Gewicht gehe. Ein wichtiger Punkt sei die fachkundige Beratung der Kunden, die von ihm selbst oder einer langjährigen Angestellten angeboten werde. Auch Mutter Eva Schröder hilft bisweilen im Geschäft noch mit.

„Unser Hauptgeschäft sind individuelle Anfertigungen nach Kundenwunsch“, sagt Maximilian Schröder, der hier ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu Schmuckhändlern der Umgebung erkennt. Das habe sich auch herumgesprochen. Die Kunden kämen aus der ganzen Region her und durchaus auch von weiter weg eigens nach Ludwigshafen. Und brächten oftmals schon recht genaue Vorstellungen mit.

Wie zum Beweis betritt ein junger Mann das Geschäft. Für einen Anhänger hat er einen Opal-Edelstein ausgewählt und möchte eine Fassung in Form eines „Lebensbaums“. Eine Entwurfsskizze für eine Metallfassung mit vielen filigranen Verästelungen hat Maximilian Schröder für den Kunden vorgezeichnet. Nachdem dieser mit dem Entwurf zufrieden ist, kommt das Ganze nun zur Herstellung in die Werkstatt.

Senior ist Goldschmied

Hier ist das Reich von Vater Bernd Schröder, der als Goldschmied nicht nur den Umgang mit Gold und Edelmetall beherrscht. Er sei auch für die Arbeit mit Edelsteinen ausgebildet und habe Erfahrung im Bearbeiten und Einfassen der wertvollen Steine, erläutert der Sohn, dass es sich dabei um zwei völlig unterschiedliche Handwerksberufe handelt. Ob Rubine, Saphire, Smaragde oder Diamanten: „Wir sind in der Lage, auf alle Kundenwünsche einzugehen und können Edelsteine aller Art und Form, auch mit individuellem Schliff direkt aus Idar-Oberstein beziehen“, betont der Juniorchef – und weist auf die noch immer vorhandenen, besonderen Verbindungen zum Herkunftsort der Familie in der rheinland-pfälzischen „Edelstein-Stadt“ hin.

Das im Juweliergeschäft in der Bahnhofstraße angebotene Sortiment habe einen Schwerpunkt auf Trauringe, vorhanden sei ein Angebot von Hunderten von Musterringen, erläutert der 31-Jährige. Geheiratet wird ja immer, und Ringe für die Brautpaare gehören dazu. Daneben finden sich im dem Geschäft auch klassische Schmuckstücke wie Goldarmbänder oder Perlenketten. Auch ausgefallenere Stücke von Schmuckdesignern aus ganz Deutschland gibt es im Sortiment. Der Juniorchef verweist auf einige außergewöhnliche Stücke in den Vitrinen.

Großes Einzugsgebiet

Ganz wesentlich sei jedoch die eigene Werkstatt, die alle Möglichkeiten für Anpassungen und Umarbeitungen von Schmuck biete und immer gut ausgelastet sei, meint Maximilian Schröder. Als Beispiel nennt er die sogenannten Witwenringe. Dabei werden die Eheringe der oftmals zuerst versterbenden Ehemänner in ihrer Größe für die verbliebene Ehefrau angepasst. Ebenso nachgefragt seien Umarbeitungen von älterem oder geerbtem Schmuck sowie Reparaturen etwa von Halsketten.

Weil viele Kunden aus der ganzen Region, auch aus Mannheim kämen, sei der genaue Standort des Juweliergeschäfts nicht so entscheidend, hat der 31-Jährige festgestellt. Für die Schröders ein Vorteil. Denn die Bahnhofstraße und der Rest der City hätten in puncto Geschäfte schon bessere Zeiten gesehen. „Aber wir fühlen uns wohl in Ludwigshafen und sind mit unserer geschäftlichen Situation hier sehr zufrieden“, macht er deutlich, dass die Familie weiterhin bleiben will. Auf die unvermeidliche Frage zum Schluss nach der Sicherheit im Juweliergeschäft gibt Eva Schröder eine klare Antwort. „Wir sind super ausgestattet mit dem modernsten Sicherheitssystem“, macht sie klar, dass in diesem Punkt nicht gespart wird. Außerdem müssen die Kunden klingeln, bevor sie das Geschäft betreten können.

Im Netz

www.juwelierschröder.de

Die Serie

In dieser Serie stellen wir wöchentlich immer samstags interessante Firmen aus der Region vor.

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