Ludwigshafen
Impfquote in der Stadt bei über 73 Prozent
Schwarz zufolge gab es seither 7197 Booster-, 2423 Erst- und 532 Zweitimpfungen. Die Impfquoten für Erst- und Zweitimpfungen in Ludwigshafen lägen derzeit jeweils bei über 73 Prozent, die Quote für Drittimpfungen liege bei 24 Prozent. Momentan seien im Impfzentrum 1000 Injektionen täglich möglich. Die Chance für eine Impfung ohne Termin bestehe am Landesimpfzentrum nicht mehr, eine Terminvereinbarung müsse nun über das Landesportal www.impftermin.rlp.de erfolgen, so Schwarz.
Grund zu vorsichtigem Optimismus sei der unter 1 gesunkene sogenannte R-Wert. Diese Reproduktionszahl beschreibt, wie viele Menschen eine Person im Mittel ansteckt. Dass die Lage weiter angespannt sei, zeige die Situation im Klinikum, wo die Intensivstationen voll und die Kapazität der Herz-Lungen-Maschinen ausgelastet seien.
Impfpflicht für medizinisches Personal
Schwarz verwies auf die Impfpflicht für medizinisches Personal, das ab 16. März einen Nachweis vorlegen müsse. Die Impfquote im Klinikum mit knapp 3300 Mitarbeitern liege bei 94 Prozent, bei den Ärzten sogar bei 100 Prozent. Diese und nächste Woche stünden 600 bis 700 Drittimpfungen an. Das Klinikum sei „ein gutes Vorbild“, sagte Schwarz. Auch städtische Mitarbeiter seien fast alle vollständig geimpft. Die BASF gehe beim Impfen ebenfalls voran. Das Impfzentrum des Konzerns ist seit 17. Dezember wieder geöffnet.
Sonderimpfaktionen geplant
Für 20. und 21. Dezember kündigte Schwarz im Impfzentrum in der Walzmühle Sonderimpfaktionen für bestimmte Berufsgruppen (etwa Pflegeberufe, Erzieher, Feuerwehr) an. Für Kinder soll es eine Sonderaktion am 22. Dezember geben.
5800 Verfahren seit Oktober 2020 eingeleitet
Das Ordnungsamt führe weiter Corona-Kontrollen durch, Quarantäne-Auflagen würden weitgehend eingehalten. Seit Oktober 2020 seien 5800 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Verstöße habe es vor allem im Gastronomiebereich gegeben. Die Bürgerbeschwerden seien fast auf Null zurückgegangen, es gebe aber weiter viele telefonische Anfragen, berichtete Schwarz. Bei mittlerweile 29 Corona-Verordnungen sei die Situation sehr unübersichtlich.
Dynamisches Testgeschehen
Sehr dynamisch sei das Testgeschehen an den inzwischen 71 Teststellen stadtweit. So habe es im DRK-Testzentrum in der Eberthalle seit Mai dieses Jahres 35.000 Tests gegeben, 0,66 Prozent seien positiv gewesen. Im Oktober habe es 816 Tests gegeben (fünf positive), im November 1311 Tests (36 positive) und im Dezember bisher 4458 Tests (105 positive). „Wir sind froh über jeden, der hilft, die Pandemie zu brechen“, sagte Sozialdezernentin Beate Steeg in Vertretung von Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (beide SPD). Ihr eindringlicher Appell an die Bevölkerung: „Lassen Sie sich impfen.“