Ludwigshafen Immer wieder Rückschläge

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Mutterstadt

. „Unser sportliches Ziel war ein Platz zwischen drei und fünf in unserer Gruppe. Wir haben die Leitungsdichte wie Sankt Ilgen, Durlach und Roding. Ein Team wollten wir mindestens hinter uns lassen. Das ist mit Platz vier sogar bei zwei Konkurrenten gelungen“, zog der Sportliche Leiter des AC Mutterstadt, Stefan Mohr, eine positive Bilanz. Mit dem Ungar Janos Baranyai startete der ACM zum Auftakt im Pfalzderby beim AV 03 Speyer (673,8:861,6) in die Runde. Im Heimkampf gegen den KSV Durlach trug erstmals der beste englische Gewichtheber, Jack Oliver, das AC-Trikot. Gleich auf Anhieb präsentierte sich der Nationalheber mit 159 Kilopunkten als Relativstärkster der Veranstaltung. Im Ausländerduett mit dem nach Mutterstadt zurückgekehrten Kroaten Amar Music feierte die Staffel von Coach Dennis Eichner den wichtigen 766,8:751,8-Sieg beim TB 03 Roding. Wichtige Sieggaranten waren Jack Oliver und Amar Music. „Mit den beiden Internationalen haben wir zwei zuverlässige Heber in unseren Reihen. Sie können den Unterschied ausmachen. Unsere Hoffnungen ruhen auch in der nächsten Saison auf den beiden Assen“, schätzt Trainer Dennis Eichner ihre Stärken. Gerne heben Oliver und Music für das AC-Sextett und sind sich einig: „Die Atmosphäre in dieser Mannschaft ist etwas Besonderes. Wir freuen uns auf jeden Wettkampf. Die Heimkämpfe haben ihren besonderen Reiz. Das kennen wir aus unserer Heimat nicht.“ Jack Oliver hatte allerdings zuletzt Pech. Er verletzte sich bei den Europameisterschaften am Ellenbogen und muss mehrere Wochen pausieren. Ein weiterer Star und ein Aushängeschild des ACM ist Nationalheberin Nina Schroth. In dieser Runde machte die gelernte Bankkauffrau einen großen Leistungssprung. Über 20 Kilogramm steigerte sich die ehemalige Junioren-Europameisterin im Zweikampf. Die aktuelle EM-Siebte hat beste Chancen, noch auf den Olympiazug nach Rio de Janeiro zu springen. Sie muss nur einmal noch die 224 Kilogramm aus dem Bundesligakampf gegen AT Vogtland am 2. Juli beim Testkampf in Heidelberg bestätigen. Stefan Mohr: „Wir drücken Nina ganz fest die Daumen und sind sicher, dass sie die Last wieder zur Hochstrecke bringen wird. Eine Olympiateilnehmerin steht jedem Verein gut zu Gesicht. Darauf wären wir sehr stolz.“ Gerne hätte sich Mannschaftskapitän Mario Taubert mit mehr Kilopunkten eingebracht. Nach dem Einstieg in das Berufsleben sowie dem Umzug nach Berlin war für den gebürtigen Brandenburger kein geregeltes Training mehr möglich. Trotzdem stellte sich Taubert immer in den Dienst der Mannschaft und brachte meist auch alle seine Versuche durch. Trotz Wohnortswechsel bleibt Taubert dem ACM in der nächsten Saison erhalten. Nach einer längeren Verletzungspause fand Superschwergewichtler Thimo Solar wieder Anschluss. Die Entwicklungskurve des 23-Jährigen zeigt nach oben. Gerne mehr gezeigt von ihrem Talent hätten die 19 Jahre alten Bundeskaderathleten Victor Gainza und Michael Varlamov. Verletzungsbedingt mussten beide Nachwuchsheber in den meisten Wettkämpfen pausieren. Kein einziges Mal auf der Heberbühne stand der an der Schulter verletze Armin Uhl. Als zuverlässiger Joker erwies sich Christopher Eichner. Der Mannschaftskapitän der Regionalligastaffel stand bei Personalengpässen stets als Alternative zur Verfügung. Ihre Bundesligadebüts feierten Lara Dancz und Jason Heid. Sie verjüngen den Kader und können zu Alternativen heranreifen. Mittelfristig könnte der AC Mutterstadt hinter Meister Speyer und Vize Obrigheim zur dritten Macht im Süden werden. Der immer noch amtierende deutsche Rekordmeister hat das Potenzial, in den nächsten Jahren mal wieder in Richtung 800 Kilopunkte vorzustoßen. 773,4 Kilopunkte lautete die Bestleistung in der abgelaufenen Runde. Da hob das Sextett nicht einmal in Bestbesetzung.

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