Vorderpfalz RHEINPFALZ Plus Artikel Immer weniger „Montagsspaziergänger“

Unter Beobachtung der Polizei: sogenannte Montagsspaziergänger.
Unter Beobachtung der Polizei: sogenannte Montagsspaziergänger.

In der Vorderpfalz nimmt die Resonanz bei den sogenannten Montagsspaziergängen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen insgesamt etwas ab. Laut dem für Vorder- und Südpfalz zuständigen Polizeipräsidium Rheinpfalz beteiligten sich in Ludwigshafen am Montagabend 54 Teilnehmer an Protesten am Berliner Platz – rund 30 weniger als in der Vorwoche.

Leicht rückläufig ist die Teilnehmerzahl an solchen Demos auch im mittleren Rhein-Pfalz-Kreis, wo auf Anfrage nach Polizeiangaben etwa 150 Gegner der Corona-Auflagen unterwegs waren: 50 in Maxdorf, 40 in Mutterstadt, 30 in Schifferstadt, 25 in Altrip, sieben in Dannstadt-Schauernheim. Die meisten „Montagsspaziergänger“ in der Region waren dem in Ludwigshafen ansässigen Präsidium zufolge in Frankenthal (130) auf der Straße, 60 waren es in Speyer. Es gab jeweils keine Zwischenfälle.

Insgesamt 1276 Personen auf der Straße

1276 Menschen demonstrierten am Montag unter Beobachtung der Polizei im gesamten Zuständigkeitsgebiet des Präsidiums Rheinpfalz gegen die Corona-Maßnahmen. Seit Mitte Dezember stieg die Gesamtzahl damit auf knapp 15.730 – überwiegend waren die Veranstaltungen nicht angemeldet und wurden von der Polizei begleitet.

Weitgehend friedlich und störungsfrei verliefen laut Polizei am Montag auch angemeldete Demos in Bellheim, Freinsheim und Grünstadt, an denen sich insgesamt rund 150 Personen beteiligten (50 in Bellheim, 40 in Freinsheim und 60 in Grünstadt). Die große Mehrheit der Personen habe sich auch dort an die Regeln der Corona-Verordnung und Mindestabstände gehalten sowie eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen.

Verfahren gegen zehn Personen

Von insgesamt 28 Personen wurde die Identität festgestellt. Davon wurden gegen zehn Personen Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet, da diese sich trotz mehrfacher Aufforderungen keine Maske übergezogen hatten. Gegen eine Person in Grünstadt wurde ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet (Verdacht der Leitung einer nicht angemeldeten Versammlung).

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