Drei Fragen an…
„Ich scharre mit den Hufen“
Herr Müller, Sie sind ein im positiven Sinn ein Fußballverrückter. Wie sehr fehlt Ihnen aktuell der Sport?
Den Fußball vermisse ich sehr. Ich traue mir noch drei, vier Jahre auf dem Niveau zu, eins habe ich jetzt verloren. Es ist nicht nur für mich, sondern auch für die Jungs ärgerlich. Gerade die jungen Spieler haben zuletzt gute Fortschritte gemacht, können sie aber nicht zeigen. Auch mit dem Trainer passt es prima. Wir setzen sein Programm, das er uns gegeben hat, um. Ich fahre mit dem Fahrrad in die BASF und bin topfit. Mir hat auch das Turnier in der Eberthalle gefehlt, wo ich mich immer sehr wohl gefühlt habe. Unter dem Strich scharre ich mit den Hufen.
Der ESV ist Vorletzter der Nordgruppe und war abstiegsgefährdet. Kam der Saisonabbruch gerade recht?
Nein, so denken wir nicht. Wir sind Fußballer mit Leib und Seele und wollen spielen. Das Team ist motiviert, es fehlt aber noch an der Cleverness und Abgebrühtheit. Zudem merkt man das Fehlen von Hasan Yüceer, Nicolas Maillet und Dominik Strohmeier, die im Sommer gegangen sind. Vielleicht kommt es irgendwann zur Wiedervereinigung der sogenannten Büffelherde mit Hasan, Ali Burc und mir.
In der gerade abgebrochenen Spielzeit hat es kein Müller-Tor gegeben. Haben Sie Ihren Torriecher verloren?
Ich weiß nicht woran es liegt, dass ich nicht getroffen habe und mache mir viele Gedanken darüber. Aus der Vergangenheit weiß ich aber, dass es solche Phasen gibt, in denen der Ball nicht ins Tor will. Andererseits gibt es Momente, da trifft man und weiß nicht, warum. Es ist meine längste Torflaute. Man darf mich allerdings nicht nur an Treffern messen. Meine Aufgabe ist vielschichtiger. Ich arbeite viel für das Team, binde Gegner, reiße Lücken und spiele oft auf dem Flügel. Ich werde aber hungrig bleiben.