Ludwigshafen „Ich lasse mein Geld lieber in Ludwigshafen“

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„Irgendwo in Lu“ sind wir jede Woche in der Stadt unterwegs auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Gestern haben wir Rentner Karl-Heinz Daubmann in der Gartenstadt getroffen. Der 77-Jährige nutzte seinen freien Tag für Besorgungen.

Heute ist der erste echte Herbsttag. Sind Sie schon darauf eingestellt?

Ach, die Heizung hatte ich in diesen Tagen abends schon häufiger an. So groß ist der Unterschied für mich deshalb nicht. Ich merke es eher daran, dass die Tage kürzer werden. Sind Sie schon dabei, den Garten winterfest zu machen? Nein. Ich habe keinen Garten. Das wäre mir zu viel Arbeit. Ich pflege meine kranke Frau, führe alleine den Haushalt und koche für uns. Da ist man voll eingespannt, es bliebe keine Zeit auch noch für einen Garten. Und wo ist Ihre Frau jetzt? An einem Tag in der Woche bringe ich sie zur Tagesklinik. Und dann versuche ich alles zu erledigen, was sonst so zu tun ist. So ein Tag ist heute. Ich war gerade in der Apotheke und habe gleich noch einen Zahnarzttermin. Wie haben Sie das lange Wochenende genutzt? Eigentlich wie immer: Ich war am Wochenende auf dem Sportplatz. Mein Sohn ist Sportlicher Leiter des Ludwigshafener SC, und so war ich mit der ersten Mannschaft in Mutterstadt. Außerdem habe ich dort gleich die Gelegenheit genutzt, denn im angrenzenden Gewerbegebiet war Tag der offenen Tür. Da habe ich mich in verschiedenen Geschäften umgeschaut. Gestern wäre auch der verkaufsoffene Sonntag in der Mannheimer Innenstadt gewesen. Hätte Sie das nicht gereizt? Nein. Nach Mannheim zieht es mich nicht. Die Anfahrt mit der Straßenbahn wäre mir mit meiner Frau zu mühsam, und mit dem Auto muss ich erst einmal ewig einen Parkplatz suchen. Ich lasse mein Geld lieber in Ludwigshafen. Fahren Sie dafür in die Stadtmitte, oder bekommen Sie alles in der Gartenstadt? Ich denke, dass ich hier vor Ort schon recht gut versorgt bin. Ich wohne jetzt seit 48 Jahren in der Gartenstadt und fühle mich insgesamt wohl hier. Ich wohne in Richtung Niederfeld und habe dort den kleinen Supermarkt für die Nahversorgung. Den Rest bekomme ich entweder hier oder dann weiter vorne in der Maudacher Straße. Wichtig ist für mich und meine Frau das „Haus der Gesundheit“ als zentrale Anlaufstelle der Ärzte. Das ist wirklich sehr gut. Und wenn ich in die Stadt fahre, was in der Regel einmal in der Woche der Fall ist, dann fahre ich zum Rathaus-Center. Dort parke ich gut, und alles liegt recht günstig. Und wie ist Ihr Eindruck von der Innenstadt? Ich habe das Gefühl, dass sich gerade einiges tut. Zum Beispiel wie das mit dem Neubau anstelle der „Tortenschachtel“ wird, und wie die Sanierung der Hochstraße Nord klappt.

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