Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HSG Friesenheim-Hochdorf ist der Punktelieferant in Liga drei

Noch ohne Punkt ist Gabriel Schmiedt, der neue Trainer der HSG Friesenheim-Hochdorf.
Noch ohne Punkt ist Gabriel Schmiedt, der neue Trainer der HSG Friesenheim-Hochdorf.

Gegen die HG Saarlouis kassierte die HSG Friesenheim-Hochdorf eine 26:31 (15:11)-Niederlage. Für die HSG war es das elfte Spiel in Serie ohne Erfolgserlebnis. Damit bleibt die Spielgemeinschaft weiter am Tabellenende der dritten Handball-Liga. Eine unnötige Niederlage, bei der die Gastgeber zwei Gesichter zeigten.

HSG-Trainer Gabriel Schmiedt rang um Worte. Vor allem der zweite Durchgang seiner Mannschaft hatte ihm bei der Heimpremiere die Stimmung verhagelt. „Wir waren nicht mehr so mutig und aggressiv“, kommentierte er. Rund zehn Minuten genügten dem Gast aus Saarlouis, um das bis dahin ausgeglichene Spiel mit deutlichem Vorteil für die Gastgeber zu drehen. Zehn Minuten, die aus dem 15:11 (30.) zu Gunsten der Gastgeber ein 17:18 (39.) machten. Ausgeglichen ging es in die Schlussphase, aber beim Spielstand von 22:22 (50.) erlaubten sich die Vorderpfälzer nicht nur eine ganze Serie von Undiszipliniertheiten, die auf der einen Seite zu Zeitstrafen, auf der anderen Seite zu schwachen, überhasteten Abschlüssen führten. Drei Minuten später war das Spiel beim 22:26 entschieden. „Saarlouis hat 60 Minuten lang geduldig gespielt“, gratulierte Schmiedt dem verdienten Sieger.

Aber auch das ist ein Teil der Wahrheit: „Wir haben 30 Minuten lang gezeigt, wo wir hinwollen, wozu wir in der Lage sind“, sagte er mit Blick auf die erste Spielhälfte. Denn auch wenn längst nicht alles gelang, war es ein Heimauftritt, wie ihn sich die Hochdorfer unter den 250 Zuschauern erhofft hatten. Zielstrebig, aggressiv, variantenreich agierte der Angriff mit Marvin Gerdon und Stefan Corazzola auf den Halbpositionen als ständige Gefahrenherde. Zupackend, sich gegenseitig helfend und laufbereit spielte die Abwehr. Und dahinter ein sicherer Roko Peribonio, der mit neun gehaltenen Bällen seinen Anteil an der verdienten Pausenführung hatte. „Da haben wir gezeigt, dass wir es können“, sagte Schmiedt.

In der Halbzeit war die Stimmung noch gut

„Die Stimmung in de Kabine war richtig gut“, berichtete Mannschaftskapitän Nikola Sorda beinahe von Euphorie zum Seitenwechsel. Getragen hat diese gute Stimmung nicht. „Wir haben unser Konzept im Angriff nicht mehr umgesetzt und in der Abwehr zu leichte Gegentore bekommen, weil wir vorne die Bälle zu schnell verloren haben“, analysierte er. Er selbst setzte in der Schlussphase ein Zeichen der Übermotivation, kassierte sechseinhalb Minuten vor dem Ende eine Zeitstrafe wegen Meckerns. Weil 19 Sekunden später Dymal Kernaja für seinen überharten Einsatz die Rote Karte sah, bremste gleich eine doppelte Unterzahl eine letzte mögliche Aufholjagd in der Schlussphase.

Die Vorzeichen dafür waren gegen nun sicher und routinierte Gäste ohnehin schlecht. So steuerte Saarlouis dem verdienten Auswärtssieg entgegen. Bei Friesenheim-Hochdorf blieb nur der Frust. Schmiedts Bilanz war da nur ein schwacher Trost. „Wir haben gezeigt, dass wir es können. Wir haben 30 Minuten lang gezeigt, wo wir hinwollen. Leider dauert ein Handballspiel 60 Minuten.“

So spielten sie

HSG Friesenheim-Hochdorf: Peribonio (ab 54. Schwenken) - Corazolla (3), Lenz (3), Gerdon (2) – Winkler (5), Novo (2) - Sorda (2) – Muth, Kernaja (2/1), Waldgenbach (3), Polifka, Chirac, Dietz, Eisel (4/4)

HG Saarlouis: Jonczyk (ab 19. Schulz) – Grgic (6), Wirtz (6/4), Hoffmann (1) – Walz (2), Nico Becker – Kurotschkin (2) – Marcel Becker (5), Gilles, Noh (2), Rastoder (2), Altmeyer (4)

Spielfilm: 5:2 (10.), 10:6 (20.), 15:11 Hz., 17:18 (39.), 22:22 (50.), 22:26 (53.), 26:31 Ende - Siebenmeter: 9/5 - 6/4 - Zeitstrafen: 8:6 – Rote Karte: Kernaja (54.) - Beste Spieler: Peribonio, Sorda, Gerdon – Schulz, Wirtz - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Dannecker/Volz (HK Ostdorf/Geislingen).

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