Handball
HSG Friesenheim-Hochdorf hält gegen TuS Dansenberg lange gut mit
Die ersatzgeschwächten Gäste gingen vor rund 200 Zuschauern direkt mit 1:0 (1.) in Front, es sollte jedoch die erste und letzte Führung an diesem Abend gewesen sein. „Es ist auch der Personalsituation geschuldet, dass wir im zweiten Durchgang irgendwann auf dem Zahnfleisch gehen. Allzu viele Wechselmöglichkeiten hatten wir da nicht mehr. Da fehlte dann einfach auch die Qualität, um das Spiel länger offen halten zu können. Um hier etwas Zählbares zu holen, hätte schon viel zusammenkommen müssen“, analysierte HSG-Coach Matthias Polifka. Bei den Gästen fehlte unter anderem der ehemalige Dansenberger Spielmacher Marc-Robin Eisel, der eine Klasse höher bei den Eulen Ludwigshafen im Aufgebot stand. Auch Dansenberg hatte mit Nuno Rebelo und dem ehemaligen Hochdorfer Niklas Schwenzer zwei Ausfälle zu verkraften.
Zunächst standen auf beiden Seiten die Abwehrreihen im Vordergrund (5:3/15.). „Wir standen von Beginn an recht stabil und haben wenig Gegentore bekommen, es aber nicht geschafft, uns abzusetzen“, haderte TuS-Kapitän Sebastian Bösing. Dansenberg hätte zu diesem Zeitpunkt schon höher führen müssen, scheiterte jedoch wiederholt am bärenstarken Roko Peribonio, der unter anderem drei Siebenmeter stach.
Jetzt gegen Leutershausen und nach Kronau
Nach der Pause wurden die Schwarz-Weißen ihrer Favoritenrolle gerecht und rissen das Spiel entschlossen an sich, auch weil Torben Waldgenbach jetzt groß auftrumpfte. Der Rückraumspieler erzielte acht seiner insgesamt neun Tore nach dem Seitenwechsel. „Es war heute eine Co-Produktion aus dem Rückraum. Wer sie dann reinmacht, ist im Endeffekt egal. Ich freue mich natürlich, wenn ich das Vertrauen bekomme, aber grundsätzlich geht die Mannschaftsleistung über alles“, betonte der gebürtige Koblenzer.
Dansenberg agierte im Spiel nach vorne nun deutlich zielstrebiger. Die HSG blieb bis zum 17:20 (41.) in Schlagdistanz, ehe der Aufstiegskandidat mit einem 6:1-Lauf zum 26:18 (47.) endgültig davonzog. Der Rest war Formsache. Danach, dass ein stärkerer Gegner den Chancenwucher der ersten Halbzeit eventuell bestraft hätte, fragt morgen keiner mehr. „Wir haben jetzt Leutershausen zu Hause und müssen dann nach Kronau. Das sind zwei sehr starke Mannschaften. Wenn Eisel und Gerdon wieder dabei sind und Roko an die heutige Leistung anknüpfen kann, ist auch gegen diese Mannschaften etwas möglich. Im Kampf um den sechsten Tabellenplatz ist noch nichts entschieden, unser oberstes Ziel bleibt der Klassenerhalt“, betonte Polifka.
So spielten sie
TuS Dansenberg: Gercar, Huber - Waldgenbach (9), Serwinski (5/2), Egelhof (4), Röller, Dettinger (je 3), Claussen, Bösing, Holstein (je 2), Guden (1), Kiefer
HSG Hochdorf-Friesenheim: Peribonio, Schwenken - Corazolla (6), Polifka (4), Winkler, Novo (je 3), Muth, Sorda, Dietz (je 2), Kernaja (1/1), Lenz (1), Pfeil, Cirac
Spielfilm: 4:1 (10.), 7:5 (20.), 9:8 (24.), 12:10 (Halbzeit), 15:11 (33.), 20:17 (41.), 26:18 (47.), 33:24 (Ende) - Zeitstrafen: 1:3 - Siebenmeter: 2/5 - 1/1 - Beste Spieler: Waldgenbach, Egelhof - Corazolla, Peribonio - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: J. Winter/M. Winter.