Was war, was kommt
Hoffnung auf Aufbruch: Neue Kita, Pfalztram und Gewerbegebiet im Fokus
Unter anderem auf der Agenda für dieses Jahr stehen Kindergartenplätze. Das Ziel, ausreichend Plätze entsprechend der gesetzlichen Vorgaben anzubieten, ist in der Ortsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ins Auge gefasst. Bei der Kita Kleine Wolke wurden der Ausbau und die Erweiterung des Spielgeländes bereits umgesetzt. Der Fahrradunterstand und das größere Spielgelände der Kita Sonnenschein sind fertig. Der Neubau der Kita Haardtstraße ist geplant und der Bauantrag beim Kreisbauamt eingereicht, berichtet Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU).
Viel habe sich bei dem Ausbau der Ortsstraßen getan. Goethe- und Antzstraße sind bereits fertig. Die Mozartstraße ist für dieses Jahr vorgesehen. Der Ausbau der Einmündung Alsheimer Weg – Speyerer Straße war teuer, sei aber wichtig, findet Winkelmann. Seit der Freigabe im Dezember gibt es dort auch mehr Parkplätze.
Kostspielige Suche nach Kreuzkröten
Schon sehr lange auf der Wunschliste steht die Erschließungsstraße Dannstadt Ost. Das für die Genehmigung nötige erweiterte Artenschutzgutachten erwartet die Gemeinde im März dieses Jahres. Eine Ausgleichsfläche für Bauvorhaben sollte in Schauernheim entstehen. Bevor es soweit war, musste die auf dem Gelände vermutete Kreuzkröte umgesiedelt werden. Doch vielleicht hatte die bereits etwas geahnt: Trotz eines Zaunes und sorgfältiger Suche waren dort keine Kreuzkröten. Gekostet hat die Krötensuche jedoch 40.000 Euro.
Eine wichtige Verbindung im Ort wird auch die Fußgängerbrücke an der Alten Mühle in Schauernheim. Sie sei für Schulkinder und Besucher der Kirche von Vorteil. Immer wieder gebe es in der Ortsgemeinde engagierte Bürger mit guten Ideen, berichtet die Bürgermeisterin. So habe ein Bürger auf eigene Faust die schon gefährlich schiefe Sandsteinmauer am Alten Friedhof Dannstadt mit Stahlstreben abgefangen. Der danach befragte Statik-Experte bestätigte: Alles richtig gemacht, das halte.
Zufrieden mit Engagement der Bürger
Auch eine Spielplatz-Aktion, an der 13 Familien mitgemacht haben, hat ein Bürger organisiert. Das gilt auch für eine Outdoor-Tischtennisplatte, bei der sich eine Bürgerin engagiert hatte. Die Großplakate mit der Aufschrift „Superhelden gesucht“ – gemeint sind Erzieher und Erzieherinnen – habe ebenso ein Bürger designt. Der Hofflohmarkt, der sehr großen Anklang fand, sei auf Anregung der Bürger veranstaltet worden und soll wiederholt werden.
Der Neue Friedhof wurde von Metall-Dieben heimgesucht. Die gestohlenen Bronzeplatten an der Urnenwand wurden mit Sandstein ersetzt. Um den Friedhof sicherer zu machen, gebe es jetzt Bewegungsmelder, die den Bereich beleuchten, wenn sich auf dem Gelände nachts jemand herumtreibt. Die Zugangstore wurden saniert und automatisiert, sodass die neuen Öffnungszeiten von fünf bis 22 Uhr eingehalten werden können.
Ausbau des Nahverkehrs und weitere Projekte
In beiden Ortsteilen sollen die Wege zu den Grundschulen sicherer werden, indem die Elterntaxis ausgebremst werden. Dazu wurden in Schauernheim Parkplätze geändert und Gehwege mit Stangen vor dem Befahren mit Autos geschützt. Außerdem soll in Dannstadt demnächst eine zeitlich begrenzte Durchfahrtssperrung eingerichtet werden. Auch der geplante Supermarkt in Schauernheim ist einen Schritt näher gerückt: Die Fläche habe einen neuen Eigentümer, es werde ein größerer Penny-Markt geplant. Die Gemeinde warte jetzt auf die Pläne des künftigen Bauträgers.
Straßenausbaupläne sind beschlossen; die Umsetzung des nächsten Projekts, nämlich die Ringstraße in Schauernheim, ist Thema im Rat Anfang Februar. Ein heiß diskutiertes Thema im Ort war die Schließung des Hauses Friedensstraße 21 in Dannstadt. Das Haus wurde von einer Elektrofirma überprüft und die gesamte Elektrik für gefährlich befunden. Korrodierte Leitungen und fehlende Sicherungen könnten zu einem Kurzschluss oder Brand führen. Zudem fehlten Rettungswege.
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Landfrauen und die Donaudeutsche Landsmannschaft konnten aber sofort in anderen Räumen der Gemeinde ihr Vereinsleben weiterpflegen, betont die Bürgermeisterin. Sehr begrüßt wird in der ganzen Gemeinde der Ausbau des Nahverkehrs: Pfalztram und die Linie von Maxdorf nach Schifferstadt haben das bisherige Ruftaxi abgelöst.
Ein Wunsch steht ganz oben
In diesem Jahr sollen das Zentrum Alte Schule und der Kulturhof Schrittmacher besser vermarktet werden und für Privatleute und Firmenfeiern angeboten werden. Auf der Gemarkung werden zwei Windräder gebaut, davon eines vergrößert, eines neu gebaut. Auch wird ein neues Umspannwerk für die Stromtrasse gebaut. Die Firma Amprion will damit das zu klein gewordene Umspannwerk Mutterstadt ersetzen.
Ganz oben auf der Wunschliste für dieses Jahr stehen bei Bürgermeisterin Winkelmann die Erschließung des Gewerbegebiets Dannstadt Ost 2 und die Verwirklichung der Straßenbahn. Und eine weitere Aufgabe bleibt: Es gibt noch keinen Gemeindehaushalt. „Da sind wir aber nicht die Einzigen“, sagt Winkelmann schnell.
Verbandsgemeinde und die beiden anderen Ortsgemeinden seien auch noch nicht so weit. Nicht einmal vorläufige Zahlen oder Schätzungen wollte die Bürgermeisterin nennen. Es gebe ein hohes Defizit. Um den Haushalt von der Kommunalaufsicht genehmigt zu bekommen, werde jeder Cent zwei Mal umgedreht. Zum Rechnen fehlten auch noch die Höhe der Verbandsgemeindeumlage und der Kreisumlage.
Die Serie
Was wurde 2025 alles erledigt, was steht 2026 an? Wir haben mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Rhein-Pfalz-Kreis gesprochen, ziehen mit ihnen Bilanz und blicken voraus.